Politik

„Alster-Pflegenetz“ soll Lebensqualität in Pflegeeinrichtungen erhöhen

Freitag, 11. Oktober 2013

Hamburg – Mit dem „Alster-Pflegenetz“ wollen die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KVH), die Barmer GEK, die Betriebskrankenkassen (BKK) und die Knappschaft die ambulante ärztliche Versorgung von Bewohnern in stationären Pflegeheimen verbessern und eine durchgängige Betreuung sicherstellen. Ziel ist es, durch eine koordinierte Zusammenarbeit von Ärzten und Pflegeeinrichtungen sowie eine leitliniengerechte Behandlung unnötige Krankentransporte und Klinikaufenthalte zu vermeiden. Darüber hinaus soll eine individuell abgestimmte Arzneimitteltherapie helfen, Neben- und Wechselwirkungen bei multimorbiden Bewohnern zu vermeiden.

Im „Alster-Pflegenetz“ schließen sich je nach Größe der kooperierenden Pflege­ein­richtung mindestens zwei Ärzte zu einem Ärzteteam zusammen. Dabei ist mindestens ein Mitglied des Ärzteteams palliativmedizinisch besonders qualifiziert. Das Ärzteteam organisiert gemeinsam mit der Pflegeeinrichtung die ambulante haus- und fachärztliche Betreuung der Bewohner im Rahmen einer 24-Stunden-Rufbereitschaft und gewährleistet damit eine durchgängige Betreuung. Der besondere Betreuungs- und Versorgungsaufwand wird den Ärzten durch eine Betreuungspauschale honoriert.

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„Ich bin zuversichtlich, dass sich das Modell bewährt und alle Seiten davon profitieren werden. Vor allem werden sich die Gesundheit und damit auch die Lebensqualität der Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner spürbar verbessern“, lobte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD).

In Hamburg gehören 31 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten zu einer der drei beteiligten Kassen BKK, Barmer GEK und Knappschaft. Ziel ist, mittelfristig alle gesetzlichen Krankenkassen in Hamburg zum Vertragsbeitritt zu bewegen. © hil/aerzteblatt.de

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H.-D. Falkenberg
am Freitag, 11. Oktober 2013, 20:38

"Alster Pflegenetz

Na endlich, hierdurch kommt es auch zu einer Entlastung der Pflegekräfte und zu der teilweisen Abrechnung der Behandlungspflege (§ 37 SGB V), die bislang "versteckt" fiktiv im Pflegesatz enthalten war und nicht gesondert vergütet werden konnte. Ich hoffe, alle Beteiligten sind sich darüber im Klaren, dass dies eine hohe finanzielle Mehrbelastung für die Krankenkassen bedeutet (ca. 1,6 bis 2,0 Milliarden Euro jährlich!).

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