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Palliative Geriatrie: Den Menschen ein erträgliches Leben ermöglichen

Freitag, 11. Oktober 2013

Berlin – „Ein ganzheitliches Betreuungskonzept für die Betroffenen und auch für die Betreuenden ist erforderlich“, sagte Dirk Gerstle (CDU), Staatssekretär für Soziales in der Berliner Senatsverwaltung heute bei der Eröffnung der 8. Fachtagung Palliative Geriatrie in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin.

Seit der Gründung des Kompetenzzentrums Palliative Geriatrie im Jahr 2004 habe sich in der Hauptstadt ein Bewusstsein für die Zielgruppe entwickelt. In Berlin arbeiten inzwischen mehr als 1.300 Menschen in der palliativen Versorgung. Vor dem Hintergrund der immer älter werdenen Bevölkerung sei es von großer Bedeutung, hierauf einen verstärkten Fokus zu legen, sagte Gerstle.

Das Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie, ein Projekt der Union Hilfswerk Senioren­einrichtung, setzt sich für mehr Bildung, Beratung und Forschung im Bereich der Behandlung und Betreuung von hochbetagten, multimorbiden und sterbenden Menschen ein und entwickelt in den Pflegediensten und Pflegewohnheimen adäquate Angebote. 

Dirk Müller, Projektleiter beim Kompetenzzentrum und Organisator der Fachtagung, betonte die Bedeutung der Fachtagung: „Die Fachwelt muss lernen und spüren, dass palliative Geriatrie ein wichtiges Thema ist.“ Zudem könne man gemeinsam Fachthemen vorantreiben.

Marina Kojer, Professorin am Institut für Palliative Care und Organisationsethik in Wien und Autorin des Buches „Demenz und Palliative Geriatrie in der Praxis“, erklärte, dass Palliative Geriatrie mehr sei als die Betreuung während der letzten Tage vor dem Sterben. Sie habe die Aufgabe, Menschen zu trösten, zu unterstützen und ihnen zu ermöglichen, trotz Demenz ein sinnerfülltes Leben zu führen. „Das Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass den Schwachen und Kranken, die sich nicht mehr selber helfen können, ein erträgliches Leben ermöglicht wird“, so Kojer.

Die 9. Fachtagung Palliative Geriatrie findet am 24.Oktober 2014 erneut in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung statt. © Ol/aerzteblatt.de

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