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Ausland

WHO startet Kampagne zur Queck­silber-Reduzierung

Montag, 14. Oktober 2013

Genf – Einen Tag nach der Unterzeichnung eines internationalen Abkommens zur Eindämmung von Quecksilber hat die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) eine Kampagne gestartet, um das giftige Schwermetall aus Thermometern zu verbannen.

Quecksilber gehöre zu den zehn chemischen Substanzen, die am besorgnis­erre­gendsten für die weltweite öffentliche Gesundheit seien, erklärte die Chefin der  WHO, Margaret Chan, am Freitag in Genf. Das Schwermetall bleibe für Generationen in den Ökosystemen und verursache schlimme Krankheiten. 

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Zusammen mit der Organisation Health Care without harm (zu deutsch etwa Gesund­heitsfürsorge ohne Schaden) solle das Ziel erreicht werden, dass bis 2020 alles Quecksilber aus Fieberthermometern und Geräten zur Blutdruckmessung verschwunden sei, hieß es weiter. Dies sei möglich, wenn Herstellung, Import und Export dieser Geräte gestoppt würden. Zugleich müsse es genaue, bezahlbare und sicherere Alternativen geben. 

Zu den schweren Folgen von Quecksilber für die Gesundheit zählen neurologische und Gehirnschäden, aber auch Schäden an Nieren und Verdauungssystem, wie die WHO erklärte. Am Donnerstag hatten Vertreter von 140 Staaten und Gebieten im japanischen Kumamoto ein Abkommen zur Reduzierung von Quecksilber unterzeichnet.

Die sogenannte Konvention von Minamata sieht vor, dass ab 2020 in zahlreichen Produkten kein Quecksilber mehr verwendet werden soll. In Ausnahmefällen kann die Frist aber bis 2030 verlängert werden. Die Konvention tritt in Kraft, wenn mindestens 50 Länder sie ratifiziert haben. 

Im japanischen Minamata waren in den 1950er Jahren tausende Menschen mit Quecksilber vergiftet worden, rund 2.000 Menschen starben. Sie hatten Fisch und Schalentiere gegessen, die durch das Schwermetall vergiftet worden waren, nachdem eine örtliche Fabrik das Wasser verschmutzt hatte. © afp/aerzteblatt.de

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