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Politik

Ministerin Steffens warnt vor Pflegekatastrophe

Montag, 14. Oktober 2013

Hagen – NRW-Ge­sund­heits­mi­nis­terin Barbara Steffens (Grüne) warnt vor zunehmender Verwahrlosung und Vereinsamung im Alter. „Wir laufen sehenden Auges in eine sozialpolitische Katastrophe“ sagte Steffens der in Hagen erscheinenden Westfalenpost vom Montag. Ein Großteil der heute 40- bis 60-Jährigen könne im derzeitigen System bei steigendem Hilfebedarf im Alter nicht angemessen versorgt werden, warnte die Politikerin. Sie forderte die nächste Bundesregierung auf, den Umbau zur altengerechten Gesellschaft zu einem Schwerpunktthema zu machen „und nicht weiter zu verzögern“.

Steffens verwies darauf, dass die meisten Menschen so lange wie möglich in ihrer Wohnung bleiben wollten. „Im großen Stil noch mehr Heimplätze zu errichten, wäre keine den Lebensvorstellungen der Menschen entsprechende Lösung“, sagte sie weiter. Zudem würde dies an den Kosten und dem Mangel an Fachkräften scheitern. Deshalb verlangte die Ministerin eine stärkere Entlastung pflegender Angehöriger und den Aufbau altengerechter Strukturen in Kommunen durch Sonderprogramme.

Auch die Ausgaben zur Gesundheitsvorsorge müssten kräftig erhöht werden. „Wenn die Pflegebedürftigkeit nur einen Monat hinausgezögert wird, spart das allein in NRW jährlich 50 Millionen Euro Pflegekosten“, so Steffens. Sie kündigte an, mehr Druck auf Krankenkassen zu machen, die Kosten oft eher in die Pflegeversicherung verlagerten, als zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit einzusetzen. © kna/aerzteblatt.de

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Wuppen
am Montag, 14. Oktober 2013, 21:16

Pflegekräfte

Würde man Pflegepersonal annähernd adäquat bezahlen , Arbeitsbedingungen verbessern und ihnen Wertschätzung erbringen, gäbe es keinen Pflegenotstand.
Wir, die Pflegenden leiden früher oder später selbst an psychischen Erkrankungen - da sich um uns doch eh keiner schert.
Wir müssen funktionieren - egal zu welchem Preis ! Traurig und depremierend.

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