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Politik

Grippeimpfstoff in Thüringen noch Mangelware

Montag, 14. Oktober 2013

Erfurt – In Thüringen gibt es derzeit nicht genügend Grippeimpfstoff.  Zum Teil seien erst zwölf Prozent des für die niedergelassenen Ärzte bestellten Impfstoffs verfügbar, sagte ein Sprecher des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums am Wochenende in Erfurt. Damit erhalte jeder Arzt maximal fünf bis zehn Dosen. Das reiche für eine angemessene Versorgung bei weitem nicht aus, hieß es.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben nach einer Ausschreibung einen Impfstoff-Liefervertrag mit einem Pharmaunternehmen abgeschlossen. Produziert wird der Impfstoff in Italien. Regionale Engpässe gibt es dem Nachrichtenmagazin Focus zufolge derzeit auch in Brandenburg, Bayern, Baden-Württemberg, Bremen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

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Ein Sprecher des Sozialministeriums in Sachsen sagte am Wochenende, der Engpass im Freistaat sei jetzt behoben, der Hersteller liefere inzwischen aus. Angesichts der Lieferprobleme beim Impfstoff hatte die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen das übliche Verfahren kritisiert, nachdem die Kassen Rabattvereinbarungen mit nur einem Anbieter von Impfstoff schließen können.

In der vorigen Saison war es in einigen Bundesländern zu teils massiven Engpässen bei Impfstoffen gekommen, da dieser nur schwer erhältlich war. Thüringen hat sich auch jetzt für diesen Hersteller entschieden. Im vergangenen Herbst und Winter gab es nach Ministeriumsangaben offiziell 3.132 Fälle von Influenza in Thüringen. © dpa/aerzteblatt.de

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MatRed
am Montag, 14. Oktober 2013, 17:12

Grippeimpfstoff

Es ist schon heftig, die Bevölkerung in Presse und Rundfunk jetzt zur aktuellen Grippeimpfung aufzurufen ohne explizit zu informieren, daß die aus kassenpolitischen Gründen gewählten Impfstoffe wieder mal noch nicht geliefert werden können, so auch in Brandenburg. Die Arzthelferin wird trotz vertröstendem Praxisaushang somit ca.100mal tgl. gefragt, wann geimpft werden kann. Jedes Jahr das gleiche. Und durch beschwichtigende Stellungnahmen der Verantwortlichen wird das Problem wegformuliert. Theoretisch müßte ein Ruck durch die Ärzteschaft und das Ge­sund­heits­mi­nis­teruium gehen aufgrund der Erkenntnis, das der Kassenpolitisch gewählte ausbleibende Impfstoff durch Anstieg der Influenzaerkrankeung eine Unzumutbarkeit für die Bevölkerung darstellt.
M.R. (Fa.Allg.Med in Brandenburg)
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