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Politik

Der Fallpauschalen­katalog 2014 steht

Montag, 14. Oktober 2013

Berlin – Auf den Fallpauschalenkatalog 2014 für Krankenhäuser verständigt haben sich der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV). Dabei geht es um die Verteilung von rund 65 Milliarden Euro für die Patienten­versorgung in Kliniken. Der Fallpauschalenkatalog bestimmt über Relativgewichte (ökono­mischer Schweregrad eines medizinischen Falles) das Verhältnis der Vergütungen verschiedener Behandlungsfälle zueinander. Die mit den Kassen abgerechnete Höhe der Vergütung wird anschließend maßgeblich durch die auf Länderebene vereinbarten sogenannten Basisfallwerte festgelegt.

„Von besonderer allgemeiner Bedeutung ist eine veränderte Berechnung des Fall­schwere­grades, die zukünftig eine differenziertere Berücksichtigung von Nebener­krankungen und Komplikationen ermöglicht“, hieß es aus den drei Verbänden. Außer­dem habe das gemeinsam getragene Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) an einer sachgerechteren Abbildung von seltenen, hochspeziellen und extrem teuren Fällen gearbeitet.

So war laut den Verhandlungpartern das im letzten Jahr erstmals gebildete Zusatzentgelt für die Gabe von Blutgerinnungsfaktoren wichtig. Anhand der ersten Erfahrungen mit diesem Zusatzentgelt haben Kliniken und Kassen für besonders teure Fälle verbesserte Abrechnungsmöglichkeiten vereinbart.

Außerdem habe das InEK die Bereiche der Wirbelsäulen-Operationen und der Herzka­theter-Operationen weiter entwickelt. Auch die Kinderheilkunde erhalte weitere speziell zugeschnittene Abrechnungsmöglichkeiten.

Eine Besonderheit ist der sogenannte PEPP-Entgeltkatalog 2014 für die psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen der Krankenhäuser. Die Selbstverwaltungs­partner konnten sich im vergangenen Jahr nicht auf einen Katalog einigen. Es gilt daher im Augenblick ein Entgeltkatalog, den das Bundesministerium für Gesundheit per Ersatzvornahme in Kraft gesetzt hat. Dieser ist aber noch nicht verpflichtend für die Kliniken. © hil/aerzteblatt.de

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