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Medizin

Botox: Neues Toxin mit Publikationsverbot belegt

Montag, 14. Oktober 2013

Richmond – US-Forscher haben bei einem Kind mit infantilem Botulismus einen bisher unbekannten Stamm von Clostridium botulinum entdeckt, dessen Toxin von keinem bekannten Antikörper neutralisiert wird. Das Journal of Infectious Diseases  (2013; doi: 10.1093/infdis/jit528) hat sich entschlossen, die genaue Aminosäuresequenz des Toxins vorerst nicht zu veröffentlichen.

Bisher waren sieben verschiedene Toxine von C. botulinum bekannt, die mit den Buchstaben A bis G bezeichnet werden. Gegen alle Toxine gibt es Antiseren, die bei Kindern zum Einsatz kommen, bei denen es zu einer Besiedlung der Darmflora mit dem Erreger gekommen ist.

Als diese Behandlung bei dem Patienten nicht anschlug, ließ das Infant Botulism Treatment and Prevention Program der kalifornischen Gesundheitsbehörden in Richmond den Erreger genauer untersuchen. Die Sequenzierung des Gens zeigte, dass das neue Typ H-Toxin sich von den bekannten Toxingenen unterschied. Es ist das erste seit über 40 Jahren neu entdeckte Botulinumtoxin.

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Erste Versuche, ein Antiserum in Kaninchen herzustellen, waren nur teilweise erfolgreich. Mäuse wurden zwar geschützt, es waren jedoch sehr hohe Dosierungen notwendig. Die Forscher entschieden sich deshalb dagegen, die Sequenz des neuen Toxin-bildenden Gens auf der Plattform GenBank zu veröffentlichen. © rme/aerzteblatt.de

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