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Politik

Fast 7.500 ausländische Berufsabschlüsse anerkannt: Großer Anteil medizinischer Berufe

Dienstag, 15. Oktober 2013

Wiesbaden – Im vergangenen Jahr ist ein Großteil der eingereichten ausländischen Berufsabschlüsse in Deutschland anerkannt worden.  Dies geht aus ersten Zahlen zum seit April 2012 geltenden Anerkennungsgesetz des Bundes hervor, die das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden vorlegte. Demnach wurde zwischen April und Dezember 2012 über 7.980 entsprechende Anträge entschieden. In 7.458 Fällen wurden die im Ausland erworbenen Berufsabschlüsse als vollständig oder eingeschränkt gleichwertig in Deutschland anerkannt, nur 522 Anträge wurden abgelehnt.  

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) bezeichnete die hohe Zahl von vollständigen Anerkennungen in Berlin als „sehr erfreulich“. Besonders groß war den Angaben zufolge das Interesse an einer Anerkennung im Bereich der medizinischen Gesundheitsberufe: Aus dieser Berufsgruppe stammten alleine 6.837 der 7.458 positiv beschiedenen Anträge – 5.121 davon hatten Ärzte gestellt. In diesen Berufen sind in Deutschland bereits erhebliche Engpässe zu verzeichnen. „Die Zahlen verdeutlichen, dass das Anerkennungsgesetz einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs leistet“, betonte Wanka.  

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Das Anerkennungsgesetz des Bundes umfasst nach Ministeriumsangaben nur bundesrechtlich geregelte Berufe. Für andere wichtige Berufsgruppen wie Lehrer und Ingenieure sind demnach die Länder zuständig. „Es wird deshalb höchste Zeit, dass die acht noch ausstehenden Länder ihre Anerkennungsgesetze noch in

2013 in Kraft setzen und die Anerkennungsverfahren für alle Berufe öffnen“, erklärte Wanka.  Dem Bundesamt zufolge handelt es sich bei den nun veröffentlichen Statistiken um Mindestzahlen. Es sei davon auszugehen, dass nicht alle Anerkennungsstellen ihre Daten vollständig und termingerecht gemeldet hätten. © afp/aerzteblatt.de

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