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Hoher Standard bei Herzschrittmachern und Defibrillatoren – mit Ausnahmen

Mittwoch, 16. Oktober 2013

dpa

Dresden – Die Versorgung mit Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren entspricht in Deutschland durchweg sehr hohen Qualitätsstandards, allerdings gibt es auch Ausnahmen. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie hingewiesen. „In den meisten Zentren in Deutschland klappt die Versorgung mit Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren ausgezeichnet“, fasste Bernd Nowak vom Cardioangiologischen Centrum Bethanien, Frankfurt am Main, die Ergebnisse der externen stationären Qualitätssicherung für diese Geräte zusammen. Die Einhaltung der Qualitätsstandards überwacht das AQUA – Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen.

Allerdings entsprachen nicht alle Zentren den von AQUA eingeforderten Qualitäts­kriterien. Das bedeute aber nicht automatisch, dass die Versorgung dort schlecht sei. „Wenn ein Krankenhaus im Jahr nur zehn Herzschrittmacher einsetzt und mit einem davon geht etwas schief, wird das Haus mit einer Fehlerrate von zehn Prozent als problematisch auffällig“, so Nowak. Dennoch könne die ärztliche und pflegerische Versorgung und Expertise dort grundsätzlich ausgezeichnet sein.

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Bei Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren besteht die Gefahr, dass es zu Problemen mit den Elektroden kommt. Damit ein Krankenhaus den Qualitätsstandards entspricht, darf es dort in maximal sechs Prozent der Fälle zu solchen Elektroden­problemen kommen.

„Die meisten Häuser liegen weit darunter. Im bundesweiten Durchschnitt treten Elektro­denprobleme bei 3,2 Prozent der implantierten Aggregate auf“, so Nowak. Allerdings lagen von 905 überprüften Häusern 155 rechnerisch über der geforderten Fehlerquote von maximal sechs Prozent. „Das ist in vielen Fällen, wie bei den erwähnten kleinen Krankenhäusern, eine rein rechnerische Angelegenheit, zum Teil gibt es aber auch Zentren mit Verbesserungsbedarf“, erläuterte Nowak. © hil/aerzteblatt.de

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