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Bei Altenheimbewohnern auf Schluckstörungen achten

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Berlin – Bei Altenheimbewohnern sollte man unbedingt auf Schluckstörungen achten, rät die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Bis zu 60 Prozent aller Altenheimbewohner leiden laut der Fachgesellschaft darunter. Auch andere Funktionen des Verdauungstraktes seien im Alter oft beeinträchtigt. „Durch verschiedene Funktionsuntersuchungen sollten Ärzte gerade bei alten Menschen konsequent nach Ursachen für Beschwerden suchen, um Mangelernährung und somit eine Verschlechterung des Allgemeinzustands zu verhindern“, forderte Thomas Frieling, Direktor der Medizinischen Klinik II am Helios-Klinikum Krefeld.

Wie alle Regionen des menschlichen Körpers altere auch der Magen-Darm-Trakt: „Vor allem das feine Netz aus Nervenzellen, die die Beweglichkeit von Speiseröhre, Magen und Darm steuern, ist anfällig für Altersveränderungen“, erläutert Frieling. Hinzu komme, dass viele Erkrankungen im Alter den Darm angriffen.

Neben der eigentlichen Alterung der Speiseröhre könnten auch eine verminderte Speichelbildung, schlechte Zähne oder Schleimhautentzündungen den Schluckakt für ältere Menschen zur Qual machen, so Frieling. Schluckstörungen träten auch bei neurologischen Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder infolge eines Schlaganfalls auf.

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Auch Medikamente, zum Beispiel Magensäureblocker, beeinträchtigen mitunter die Verdauungsfunktionen. „Die Magensäure fördert die Verdauung und tötet Keime ab“, so Frieling. Werde die Magensäure durch Medikamente reduziert, könne es zu einer Fehlbesiedlung des Dünndarms mit Blähungen, Bauchkrämpfen und Durchfall kommen.

Für die Funktionsuntersuchung stehen den Ärzten laut der DGVS verschiedene diagnostische Methoden zur Verfügung. Auch bei hochbetagten Patienten seien Magenspiegelungen, Ultraschalluntersuchungen und Atemtests problemlos durchführbar, betont die Fachgesellschaft. © hil/aerzteblatt.de

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