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Centrum für Hochschulentwicklung gegen punktuelle BAföG-Reform

Freitag, 18. Oktober 2013

Berlin – Eine umfassende sogenannte Bundesstudienförderung statt kleinteiliger Reformen am BAföG und anderen Förderinstrumenten schlägt das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) vor.

Zu den staatlichen Instrumenten zählen im Augenblick BAföG, Studienkredite der Kredit­anstalt für Wiederaufbau, Abschlussdarlehen des Bundesverwaltungsamtes, Deutsch­landstipendium, Stipendien der Begabtenförderwerke und Beitragsdarlehen der Länder. Hinzu kommen indirekte Förderungen wie Kindergeld oder Kinderfreibeträge.

„Dieses komplexe und intransparente Finanzierungssystem benachteiligt insbesondere Studieninteressierte mit bildungsfernem Hintergrund“, meint der CHE-Projektleiter Ulrich Müller. Immer neue staatliche Finanzierungsinstrumente seien hinzugekommen, aber bis heute nicht aufeinander abgestimmt – sie schlössen sich zum Teil sogar gegenseitig aus. „Die kommende Regierung sollte dafür sorgen, dass wieder ein Gesamtbild erkennbar ist“, so Müller.

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Konsistentes Gesamtsystem erarbeiten
Das Durcheinander der jeweils nur für bestimmte Zielgruppen oder bestimmte Studienphasen geltenden Finanzierungsangebote möchte das CHE mit seinem Modell der „Bundesstudienförderung“ beenden. Ziel ist ein konsistentes Gesamtsystem staatlicher Studienförderung, wie es beispielsweise in den 80er Jahren in den Niederlanden eingeführt wurde.

Dabei soll die bislang indirekte staatliche Unterstützung wie Kindergeld oder Kinderfreibeträge in einen pauschalen Sockelbetrag fließen, der unabhängig vom Einkommen der Eltern zeitlich befristet direkt an alle Studierenden ausgezahlt wird. Zusätzlich werden Zuschüsse nach Einzelfallprüfung vergeben.

Diese stellen eine staatliche Förderung ohne Rückzahlungsverpflichtung für bestimmte Zielgruppen dar, etwa für Bedürftige und Studierende mit Kindern. Als dritter und letzter Teil der Bundesstudienförderung sieht das Konzept einen flexiblen Darlehensteil vor. © hil/aerzteblatt.de

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