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Straßburger HNO-Ärzte implantieren künstlichen Kehlkopf

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Straßburg – Hals-Nasen-Ohrenärzte der Straßburger Universitätskliniken um Christian Debry haben einem 65-jährigen Patienten einen künstlichen Kehlkopf implantiert. Der Patient war an Kehlkopfkrebs erkrankt.

In der ersten Phase des chirurgischen Eingriffs entfernte das Team den Kehlkopf des Patienten und implantierte die erste Komponente des künstlichen Kehlkopfs, einen Trachealring aus Titan. Der zweite Schritt zum Einsetzen des künstlichen Kehlkopfs erfolgte wenige Wochen später.

Die Operateure setzten unter Vollnarkose eine abnehmbare Vorrichtung aus Ventilen über den Mund des Patienten in den Trachealring ein. Der künstliche Kehlkopf bildet die natürlichen Funktionen des Kehlkopfs teilweise nach, so dass der Patient wieder über die oberen Atemwege atmen kann.

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Die Operateure und das Medizintechnik-Unternehmen „ProTip“ sprechen von „ermutigenden Ergebnissen“. „Diese erstmalig durchgeführte Operation eröffnet uns neue Wege zu einem chirurgischen Eingriff, der eine neue Quelle der Hoffnung für Patienten mit Kehlkopfkrebs darstellt. Auf diese Weise werden Patienten letztendlich nicht nur in der Lage sein, wieder normal zu atmen, sondern auch normal zu sprechen und zu essen“, sagte Maurice Berenger von ProTip.

Laut dem Straßburger Universitätskliniken und dem Unternehmen läuft derzeit eine europaweite klinische Studie, die untersuchen soll, ob und gegebenenfalls wie diese Behandlungsmethode einem größeren Patientenkreis zur Verfügung stehen könnte. © hil/aerzteblatt.de

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