Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Richtlinie über grenzüber­schreitende Gesundheits­versorgung tritt in Kraft

Donnerstag, 24. Oktober 2013

dpa

Brüssel/Berlin – Morgen endet die Frist für die Umsetzung der EU-Richtlinie zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung in nationales Recht. Spätestens dann haben Patienten das Recht, sich bei niedergelassenen Ärzten unabhängig von ihrem Wohnort überall in der Europäischen Union ohne Vorabgenehmigung durch den zuständigen Kostenträger behandeln und die damit verbundenen Kosten erstatten zu lassen.

Dies gilt ausschließlich für geplante Behandlungen. Die Erstattung soll sich an den jeweils inländischen Behandlungskosten orientieren. Für stationäre und kostenintensive Leistungen dürfen die Mitgliedstaaten dieses Recht einschränken, um die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung nicht über Gebühr zu belasten.

Die Richtlinie schreibt darüber hinaus vor, dass die Patienten sich bei speziell einge­richteten nationalen Kontaktstellen, ihren Sozialversicherungsträger oder dem behandelnden medizinischen Personal umfassend über Therapieoptionen und Kosten informieren können.

Außerdem soll die Anerkennung medizinischer Verschreibungen in allen Mitgliedstaaten mit Hilfe der E-Health-Technologie vereinfacht werden. Durch den Aufbau europäischer Referenznetze soll zudem die hochspezialisierte Gesundheitsversorgung, zum Beispiel bei der Diagnose und Behandlung seltener Krankheiten, verbessert und Kosten eingespart werden.

Für deutsche Patienten bleibt weitgehend alles beim Alten, da die seit 1998 ergangene Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zur Kostenerstattung bei Auslands­behandlungen bereits im Jahr 2004 im deutschen Sozialrecht festgeschrieben wurde. © ps/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

07.08.17
EMA-Bewerbung: Deutschland wirbt mit „Closer to Europe“ für Bonn
Düsseldorf – Ein Umzug der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) von London nach Bonn würde den regionalen Arbeitsmarkt ebenso wie den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort stärken. Das haben......
01.08.17
19 Städte bewerben sich um Europäische Arzneimittelagentur
Brüssel – Nun ist es offiziell: Im Auswahlverfahren für den künftigen Sitz der aus Großbritannien wegziehenden Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) haben sich neben Bonn 18 andere europäische Städte......
28.07.17
EU-Maßnahmen gegen krebsverdächtiges Acrylamid gebilligt
Brüssel – Neue EU-Regeln sollen von 2018 an das krebsverdächtige Acrylamid in Lebensmitteln wie Pommes, Chips oder Knäckebrot so weit wie möglich zurückdrängen. Experten der EU-Mitgliedsländer......
12.07.17
Regierung will Europäische Arzneimittelagentur nach Bonn holen
Berlin – Die Bundesregierung will die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) von London nach Bonn holen. Die Bundesrepublik bewerbe sich unter dem Motto „Closer to Europe“ offiziell bei der EU um die......
06.07.17
Europäische Arzneimittelbehörde statt EU-Parlament: Straßburg soll tauschen
Brüssel/Straßburg – Das EU-Parlament hat einen erneuten Vorstoß unternommen, das EU-Parlament vollständig nach Brüssel zu verlagern. Das teure und aufwendige Pendeln mehrerer tausend Abgeordneter,......
29.06.17
EU-Kommission legt Empfehlungen zu Antibiotika­resistenzen vor
Brüssel – Immer häufiger sind Erreger gegen bestimmte Antibiotika resistent. Dem will die EU-Kommission entgegenwirken. Die Brüsseler Behörde legte heute Empfehlungen für einen umsichtigen Einsatz der......
23.06.17
Großbritannien will EU-Bürgern weitreichende Bleiberechte gewähren
Brüssel – Wenige Tage nach Beginn der Brexit-Verhandlungen hat die britische Premierministerin Theresa May den EU-Bürgern – darunter rund 1.000 Ärzten aus Deutschland – in ihrem Land ein......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige