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Leipzig: Nachsorgeteam betreut kranke Säuglinge nach Klinikaufenthalt weiter

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Leipzig – Einen besonderen Dienst für die Allerkleinsten bietet das Universitätsklinikum Leipzig an: Ein fünfköpfiges Nachsorgeteam der Neugeborenen-Intensivstation, bestehend aus einer Ärztin, einer Sozialpädagogin und drei Kinderkrankenschwestern betreut kranke Säuglinge nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weiter.

Es hilft den Familien dabei, den Alltag mit ihrem Kind sozial, psychisch und pflegerisch zu bewältigen. „Alle Eltern wünschen sich ein gesundes Kind. Doch manchmal kommt es anders“, sagt Sozialpädagogin Katrin Mühler, Fallmanagerin im Nachsorgeteam der Neonatologie am Uniklinikum Leipzig. Gemeinsam mit der Fachärztin für Pädiatrie und Neonatologie Anett Bläser hat sie das Nachsorgeteam ins Leben gerufen und über vier Jahre daran gearbeitet, Strukturen aufzubauen, Personal zu finden und die Leistungs­finanzierung über die Krankenkassen zu erhalten – bis zum erfolgreichen Start im Sommer 2012.

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Zusammen mit drei Kinderkrankenschwestern betreuen Mühler und Bläser bislang 28 Familien. „Unsere Schützlinge sind beispielsweise Kinder mit schweren angeborenen Erkrankungen wie Chromosomen-Anomalien und Mukoviszidose, aber auch Frühchen, die vor der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt gekommen sind und deshalb Komplikationen hatten“, so Mühler.

Die zuständige Krankenschwester, die die Kinder bereits aus der stationären Pflege­versorgung kennen, unterstützt zu Hause beispielsweise die oft schwierige Ernährungs­situation, vor allem wenn Kinder mit Sonden, Pumpen oder Spezialnahrungen versorgt werden müssen. Außerdem begleitet sie die kleinen Patienten zu Kinder­arztbesuchen und Spezialsprechstunden, oder hilft weiter bei der Anbindung an geeignete entwicklungsfördernde Therapieprogramme.

„Gemeinsam mit den Ärzten, Schwestern, Therapeuten und Pädagogen schaffen wir ein Netzwerk, das der Entwicklung des Kindes und den Bedürfnissen der Eltern gerecht wird. Denn gerade für die ist es schwierig, die Balance zu finden zwischen angemessener Versorgung und übertriebener Vorsicht“, erläutert Bläser. © hil/aerzteblatt.de

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