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Hochschulen

Genesung auf Intensivstation verbessern

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Berlin – Das Virchow-Klinikum der Berliner Charité will Patienten auf der Intensivstation ihren Aufenthalt erleichtern. Dafür wurden heute zwei neugestaltete Intensivzimmer vorgestellt. Sie wurden so eingerichtet, dass technische Geräte in den Hintergrund rücken und Alarmgeräusche gedämpft werden.

„Auf dieser neu gestalteten Intensiveinheit sind neue Sichtweisen im Bereich der Intensivmedizin bereits umgesetzt“, erklärte Ulrich Frei, Ärztlicher Direktor der Charité. „Die Perspektive hat gewechselt, die Bedürfnisse des Patienten und sein Erleben stehen statt der Technik im Fokus.“ Die gesamte Umgebung könne besser an die Bedürfnisse der Patienten angepasst werden und so helfen, deren Genesungsprozess zu unterstützen.

Über eine speziell gestaltete Zimmerdecke lassen sich Lichtintensität und Zimmertem­peratur individuell steuern. Dadurch sollen der Schlaf-Wach-Rhythmus der Patienten unterstützt und Delirien reduziert werden. Durch wechselnde Abbildungen an der Lichtdecke soll eine Atmosphäre geschaffen werden, die Stress und Ängste mindert.

Um auch schwerstkranke Patienten zu mobilisieren, setzt die Charité in den neuen Zimmern einen so genannten Deckenlifter ein: „Damit kommen wir einer Intensivstation, die Patienten trotz Organunterstützung nicht hilflos macht, immer näher“, sagte Claudia Spies, Leiterin des Zentrums für Anästhesiologie.

Die neuartige Intensivstation wurde in enger Abstimmung mit Psychologen, Schlafforschern, Architekten und Mediengestaltern eingerichtet. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft gefördert.  In den kommenden 18 Monaten soll untersucht werden, welche Effekte die neuen Intensivzimmer auf die Heilung der Patienten haben. © Ol/aerzteblatt.de

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