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Medizin

Anhaltender Anstieg der Syphilis in Deutschland

Montag, 4. November 2013

Erreger der Syphilis Teponema pallidum Bakterium /CDC

Berlin – Der seit 2010 zu beobachtende Anstieg der Syphilis-Diagnosen hat sich auch 2012 und im ersten Halbjahr 2013 fortgesetzt. Einem Bericht im Epidemiologischen Bulletin (2013; 44: 449-453) zufolge werden knapp 4 von 5 aller in Deutschland gemeldeten Syphilis-Fälle über sexuelle Kontakte zwischen Männern übertragen.

Im Jahr 2012 wurden vom Robert-Koch-Institut (RKI) 4.410 Syphilis-Fälle bestätigt, fast ein Fünftel mehr als im Vorjahr. In den beiden Jahren zuvor hatte es einen ähnlichen Anstieg gegeben. Wurden im ersten Halbjahr 2010 monatlich durchschnittlich 249 Fälle gemeldet, so waren es im zweiten Halbjahr 2012 schon 379 Fälle im Monat – also ein Drittel mehr.

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Die Lues tritt in Deutschland überwiegend bei Männern auf. Mit 93,3 Prozent ist der Anteil 14 Mal so hoch wie bei Frauen. Und unter den Männern sind es vor allem solche, die Sex mit Männern (MSM) haben. Da sich die „Szene“ auf die Großstädte konzentriert, ist die Inzidenz dort am höchsten. In Köln kamen 28,4 Neudiagnosen auf 100.000 Einwohner, gefolgt von München (22,9), Berlin (20,9), Essen (19,4), Frankfurt/M. (18,5), Münster (16,8), Düsseldorf (15,2), Hamburg (14,2) und Offenbach (13,9) – in ost­deutschen Städten ist die Inzidenz niedriger – noch. In Leipzig stieg sie innerhalb eines Jahres um 51,3 Prozent.

Einen noch höheren Anstieg gab es in Essen mit plus 113,5 Prozent. Er wird vom RKI allerdings weniger auf MSM, denn auf heterosexuelle Infektionen zurückgeführt. Als Ausgangspunkt werden hier Prostituierte vermutet. Anstiege der Inzidenzen gab es auch in Wuppertal und Mülheim an der Ruhr. In Dortmund hatte es in den Vorjahren einen kleinen Syphilis-Ausbruch gegeben.

Nicht alle Infektionen werden sofort bemerkt. Nur ein Drittel der Syphilis-Erkrankungen wurden 2012 im Primärstadium diagnostiziert. Häufig erfolgt die Diagnose erst im Sekundärstadium oder noch später. Bei Frauen lag der Anteil der Diagnosen im Tertiärstadium sogar bei 37 Prozent.

Anstecken können sich Menschen fast jeden Lebensalters. Der älteste Patient war 86 Jahre, die jüngsten 0 Jahre. In 2012 hat es trotz Screenings in der Schwangerschaft wieder 5 Fälle einer konnatalen Syphilis gegeben – solche Fälle waren auch in den Vorjahren immer wieder aufgetreten. Teilweise fallen Frauen durch das Netz, weil sie nicht krankenversichert sind oder während der Schwangerschaft keinen Arzt aufsuchen.

Das RKI weist darauf hin, dass Syphilis-Tests in der Schwangerschaft auch schwangeren Frauen ohne Kran­ken­ver­siche­rung zur Verfügung stehen. Darüber hinaus bieten viele Gesundheitsämter in ihren Beratungsstellen kostenfreie Tests auf Syphilis und andere sexuell übertragbare Erkrankungen (STI) an.

Ein wichtiges Thema sind Ko-Infektionen mit HIV. Eine gleichzeitige Syphiliserkrankung führt bei HIV-Infizierten zu einer Immunaktivierung, in deren Folge auch die HIV-Vermehrung zunimmt. Die Syphilis steigert dann das Risiko, das HI-Virus bei einem ungeschützten Geschlechtsverkehr zu übertragen.

Das RKI rät bei einer neu diagnostizierten Syphilis-Infektion immer einen HIV-Test anzubieten. Asymptomatische HIV-infizierte MSM mit wechselnden Partnern sollten sich regelmäßig auf Syphilis testen lassen und auf präventive Maßnahmen achten. Kondome sind laut RKI nach wie vor die einfachste und kostengünstigste Möglichkeit, sich vor beiden Erkrankungen (und anderen STI zu schützen). © rme/aerzteblatt.de

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Avatar #672818
thetruth
am Samstag, 9. November 2013, 19:26

AO-SEX,Breeding,Bareback

HIV betrifft vor allen Dingen , unofiziell , aber wahr...

Das betrifft vor allen Dingen die 50 000 AO-Sex-Liebhaber in Deutschland die HIV

leugnen und denken vaginalsex sei ungefährlich. Seiten wie tabulosehuren.com od.

aohuren.to laden ja heterosexuelle Männer von jung bis alt , von Hauptschüler bis

Student so zum Bareback mit Prostituierten ein. Aber hauptsache nur auf MSM -

Bareback konzentrieren. Die wahre Dunkelziffer der infizierten heterosexuellen,

bisexuellen Männern die mit Prostituierten ungeschützt Sex haben

ignorieren.Alleine in meiner Stadt machen 200 Prostituierte bareback. In Portalen

tauschen sich heterosexuelle&bisexuelle Männer jedes Alters Bareback-Sexfotos von

sich selbst aus und geben sich die Adressen der Frauen die es Bareback tun. Da

stellt auch der Junge , der sein erstes Mal mit einer Prostituierten hatte sehr

gerne sein Bild vom Barebacksex (ohne Gummi vaginal, av, ov ) ins Internet in

solche Forums /Portale. Viele Menschen denken auch immer MSM das wären nur

Schwule. Dabei kommt jeder Mann , der Sex mit einem Mann hat und sich dabei

infiziert hat in die Kategorie MSM,auch der hetero Mann , der nur mal neugierig

ist und was anderes ausprobieren will und sich dabei infiziert. Jeder Mann der

sich eim Sex mit einer Frau infiziert hat , kommt in die Kategorie hetero , obwohl

der Mann oder die Frau auch bi sein könnten. Jede Frau die sich einem Mann

infiziert hat , in die Kategorie hetero , obwhol diese auch bi sein kann.

Homosexuelle Frauen haben praktisch gar keine HIV-Infektionen in der Statistik.

Bisexuelle geben HIV , aber auch nicht in die Hetero/Gay -Community wie befürchtet

.Neue Studien belegen das. Problem ist und bleibt Sextourismus &Prostitution. Die

Dunkelziffer dürfet hoch sein.Medizinische Studien haben ergeben , dass

heterosexuelle Menschen sich leider nicht so häufig und früh testen lassen

Schwule. Laut internationalen Studien haben sich manche heterosexuelle Patienten

erst im Durschnitt 6 Jahre nach einem Risikokontakt testen lassen. Manche hetero

Männer haben halt noch Angst bei einem HIV-Test als gay zu gelten od das es sich

weiterspricht das man HIV hat , was der Arzt denkt , gerade wenn man sich bei

einer Prostituierten angesteckt haben könnte. Gearde von Ihren heterosexuellen

Mitmenschen fürchten sich HIV -Positive Heteros z.B. laut Australischer Studie am

Meisten . Die Stigmatisierung in den eigenen Reihen ist hoch laut Studie.Wer denkt

nur gays lassen sich mit HIV absichtlich infizieren , dem sei das Portal

Breedingzone empfohlen .Dort sammeln sich gays, bi's und heterosexuelle

Männer&Frauen die gerne mit HIV infiziert werden möchten. Und wer denkt der CSD

sei eine Sexparty , dem sei es zu empfehlen auf die Streetparade in der Schweiz

od. zum Spring Break nach Daytona Beach , Florida zu reisen , denn dort haben auch

schon 14 Jährige Jungs &mädelz miteinander ungeschützte Gangbangs in Hotelzimmern

im Rausch . Die Hautfrabe spielt dabei auch keine Rolle.
LNS

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