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Ärzteschaft

NAV-Virchowbund wirbt für Einigkeit zwischen Haus- und Fachärzten

Dienstag, 5. November 2013

Berlin – Zur Einigkeit hat der NAV-Virchowbund die verschiedenen ärztlichen Fach­gruppen aufgerufen. „Die anstehenden großen Versorgungsprobleme in der ambulanten Versorgung sind nur durch Zusammenarbeit und nicht durch Separatismus zu lösen“, erklärte der Bundesvorsitzende des NAV, Dirk Heinrich. Vermeintliche Patentrezepte, wie eine eigene Hausarzt-KV oder das vollständige Ausscheiden aus dem Kollektivvertrag bauten neue Sektoren auf, statt deren Grenzen durchlässiger zu machen, so der NAV-Chef.

Er betonte, Hausärzte hätten durch ihre zentrale Anlauf- und Koordinierungsfunktion einen besonderen Stellenwert in der ambulanten Versorgung. Trotzdem seien wegen des zu erwartenden Mangels an Hausärzten künftig auch Gynäkologen, Augen-, HNO-, Hautärzte oder Orthopäden für die ambulante Grundversorgung notwendig.

Heinrich wies auf Zahlen des jüngsten Honorarberichtes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hin, nach denen Hausärzte bei der Honorarverteilung im oberen Mittelfeld angekommen seien. Die Hausarzt-Honorare hätten zwischen 2002 und 2011 um 14 Prozent zugelegt, im Osten seien die Honorare sogar um 29 Prozent gestiegen. „Wenn es im Angesicht dieser Zahlen dennoch schwierig ist, im Osten hausärztlichen Nachwuchs zu finden, so kann dies offenkundig nicht allein über die Bezahlung geregelt werden“, so Heinrich.

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Vielmehr werde durch die Honorarentwicklung der letzten Jahre deutlich, dass eine Umverteilung in einem budgetierten System das Grundproblem der Mangelverwaltung nicht löse. „Ziel kann daher nur sein, eine weitere Aufspaltung der Ärzteschaft in Haus- und Fachärzte zu verhindern und kooperative Ansätze weiterzuentwickeln“, schlägt Heinrich vor.

Beispiele dafür seien der Ausbau mobiler Versorgungskonzepte, die Gründung von KV-Eigeneinrichtungen und die Förderung von Arztnetzen, zum Beispiel, indem sie von der KV einen regionalen Versorgungsauftrag erhielten. © hil/aerzteblatt.de

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