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Ärzteschaft

Ärzte in Caritas-Kliniken nach Vergütungsrunde weiter benachteiligt

Dienstag, 5. November 2013

Düsseldorf – Das Gehalt der Ärzte in den Kliniken der Deutschen Caritas Regional­kommission Mitte (RK Mitte) bleibt auch nach der jüngsten Vergütungsrunde zu niedrig. Das kritisiert der Landesverband Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz des Marburger Bundes (MB). „Nachdem die Dienstgeber in der Arbeitsrechtlichen Kommission der RK Mitte die beiden vorherigen Verhandlungsrunden scheitern ließen, wurde nun über die Einschaltung des Vermittlungsausschusses ein Beschluss gefasst, der tausende Ärzte finanziell benachteiligt“, sagte der Zweite Vorsitzende des Landesverbandes, Ingo Flenker.

Obwohl der Deutsche Caritasverband auf Bundesebene bereits vor Monaten die vollständige Übernahme der Vergütungserhöhungen des MB-Tarifvertrages für die kommunalen Krankenhäuser (TV-Ärzte/VKA) beschlossen habe, hätten die Dienstgeber in der untergeordneten RK Mitte nun die rückwirkende Übernahme des Bundes­beschlusses abgelehnt. Die RK-Mitte könne so „auf Kosten der Ärzteschaft die Personalkosten in über 90 katholischen Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland senken“, kritisierte Flenker.

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Der TV-Ärzte/VKA sieht für Ärzte an kommunalen Kliniken unter anderem eine zweistufige Erhöhung der Gehälter zum Januar 2013 um 2,6 Prozent und zum Januar 2014 um weitere zwei Prozent vor. Diese Steigerungen hat die Deutsche Caritas auf Bundesebene übernommen.

Die Vergütungen der Ärzte an den katholischen Krankenhäusern sollen dagegen erst ab dem November 2013 um 2,6 Prozent und ab dem 1. Januar 2014 um weitere zwei Prozent erhöht werden. Außerdem erhalten sie einmalig 1.400 Euro.

„Die Verluste werden durch die Einmalzahlung nicht vollständig kompensiert“, kritisierte Flenker. Durch die verzögerte Übernahme des Bundesbeschlusses verlören viele berufserfahrene Ärzte alleine bei den Monatsgehältern bis zu 600 Euro im Jahr. „Diese finanzielle Benachteiligung wird die ärztlichen Arbeitsplätze in den 90 Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland nicht attraktiver machen“, warnte Flenker. © hil/aerzteblatt.de

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