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Ärzteschaft

Orthopädievertrag in Baden-Württemberg kann Anfang 2014 starten

Mittwoch, 6. November 2013

Stuttgart – 244 niedergelassene Orthopäden und 64 Chirurgen wollen bislang am geplanten Orthopädievertrag von AOK Baden-Württemberg, Medi Baden-Württemberg und Bosch BKK teilnehmen. Damit hat der Vertrag das sogenannte Quorum erreicht. Auch der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) und der Berufsverband der niedergelassenen Chirurgen (BNC) beteiligen sich daran.

„Durch die Verpflichtung zu einer strukturierten Fortbildung sowie zur Therapie nach aktuellen medizinischen Leitlinien ist sichergestellt, dass der Patient immer nach neuestem wissenschaftlichem Standard behandelt wird“, betonte Werner Baumgärtner, Vorsitzender von Medi Baden-Württemberg. Außerdem sei das Honorar planbar und angemessen.

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Der Orthopädievertrag soll eine ausführliche Anamnese und Untersuchung fördern und die Eigeninitiative der Patienten unterstützen. „Die Vergütungssystematik ist so aufge­baut, dass ich mir Zeit für eine ausführliche Anamnese und eine motivierende Beratung nehmen kann“, sagte der BVOU-Sprecher Burkhard Lembeck. Wo allerdings Technik zur Früherkennung und Therapie sinnvoll sei, sehe der Orthopädievertrag diese ebenfalls vor. Ein Beispiel sei die Knochendichtemessung, um Osteoporose frühzeitig zu diagnostizieren.

Dieter Haack, Bundesvorsitzender des BNC, hebt hervor, dass der Vertrag die Kooperation von Haus- und Fachärzten stärke, beispielsweise durch Behandlungs­schnittstellen und interdisziplinäre Fallkonferenzen: „Abgestimmt behandeln statt um Kompetenzen rangeln, heißt hier die Devise – zum Wohle des Patienten“, so Haack.

Die teilnehmenden Ärzte erhalten jetzt die erforderlichen Unterlagen, ab Januar 2014 können sie mit der Behandlung beginnen. In den Vertrag können sie Versicherte der AOK Baden-Württemberg und der Bosch BKK einschreiben, die bereits am Hausarzt-Programm teilnehmen. © hil/aerzteblatt.de

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