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Ärzteschaft

Kammer Sachsen-Anhalt fordert differenzierte Kranken­hausfinanzierung

Donnerstag, 7. November 2013

Magdeburg – Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt fordert einen Zuschlag für die Leistungen der Universitätsmedizin. „Das vor zehn Jahren eingeführte pauschale Vergütungssystem der Krankenhäuser wird immer mehr zum Hemmschuh im praktischen Klinikalltag“, hieß es aus der Kammer. Das Problem: Alle Kliniken im Land rechneten ihre Leistungen zu einem landeseinheitlichen Preis ab, dem sogenannten Landesbasisfallwert.

„Nicht abgebildet wird beispielsweise in diesem Wert der Aufwand für Aus- und Weiter­bildung, der hauptsächlich an den beiden Universitätskliniken im Land anfällt“, kritisierte Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt. Das bringe die Universitätskliniken in finanzielle Schieflagen. „Wir benötigen eine dringende Korrektur in der Universitätsfinanzierung, damit Forschung und Lehre stabil gesichert sind und die Universitätsmedizin auf soliden Füßen steht“, betonte die Kammer­präsidentin.

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„Aber auch die Finanzierung anderer Einrichtungen des Gesundheitssystems, wie Krankenhäuser der Maximalversorgung, akademische Lehrkrankenhäuser sowie kommunale und freigemeinnützige Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung sind in Gefahr“, sagte der Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Frank-Ulrich Montgomery, im Vorfeld der Kammerversammlung in Magdeburg, an welcher der BÄK-Präsident teilnehmen wird. Unter dem Strich führten die Krankenhaus-Einheitspreise dazu, dass es mittlerweile fast allen Krankenhäusern schlecht gehe.

„Das Sparpotenzial der Krankenhäuser ist ausgeschöpft, jetzt sind sie kranke Patienten und hängen am Tropf. Lediglich eine solide finanzielle Ausstattung, die eine Leistungs- und Qualitätsvergütung abbildet, kann diese Patienten gesunden lassen“, so Simone Heinemann-Meerz. © hil/aerzteblatt.de

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