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Medizinstudierende fordern mehr Lehrstühle für Allgemeinmedizin

Montag, 11. November 2013

Berlin – Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland fordert, die Allgemeinmedizin im Studium durch gute Lehre zu stärken, hält jedoch ein Pflichtquartal „Allgemeinmedizin“ im Praktischen Jahr (PJ), wie kürzlich erneut von der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM) vorgeschlagen, weiterhin für kontra­produktiv. „Als Automatismus für mehr allgemeinmedizinischen Nachwuchs ist ein Pflichtquartal ungeeignet.

Durch ein spätes Einbringen der Allgemeinmedizin ins Studium, kann bei den Studierenden kein bleibender Eindruck hinterlassen werden, ein bereits gewecktes Interesse kann so nicht mehr gestillt oder bekräftigt werden“, hieß es aus der bvmd. Wichtig sei vielmehr, allgemeinmedizinische Lehrstühle an allen medizinischen Fakultäten zu etablieren und dort qualitativ hochwertige Lehre in Zusammenarbeit mit den Lehrpraxen zu leisten.

„Einen Einblick in das wichtige Feld der Allgemeinmedizin erlangt man im Studium bereits zweiwöchig im Blockpraktikum und vierwöchig in der Pflichtfamulatur. Weitere vier Wochen Famulatur müssen ebenfalls im ambulanten Bereich absolviert werden“, so die Medizinstudierendenvertretung. Eine solch starke Einbindung durch Pflichtpraktika und -famulaturen ins Curriculum existiere für keine andere Fachrichtung.

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Der größte Handlungsbedarf liege jedoch in der Zeit nach der Niederlassung. „Solange die Arbeitsbedingungen in der allgemeinmedizinischen Praxis weiterhin unattraktiv sind, werden sie Studierende von einer Facharztausbildung in dem Fach abhalten“, meint die bvmd. © hil/aerzteblatt.de

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