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Politik

Weiter Engpässe bei Medikamenten – Krankenhäuser fordern verbindliche Register

Montag, 11. November 2013

dpa

Berlin – Die Kliniken in Deutschland leiden weiterhin unter Lieferengpässen bei Medikamenten. Einen entsprechenden Bericht der Leipziger Volkszeitung auf Basis einer Studie der Deutschen Krankenhausgesellschaft hat diese gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt bestätigt. „Wir machen uns große Sorgen, weil es bei den Lieferengpässen auch um Medikamente für die Onkologie und die Intensivmedizin geht“, sagte ein DKG-Sprecher gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt.

Die DKG hatte 20 Apotheken befragt, die bundesweit mehr als 140 Kliniken versorgen. Danach kann eine Krankenhausapotheke im Schnitt pro Monat knapp 20 Medikamente nicht oder nur in geringen Mengen zur Verfügung stellen. Damit hätte sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert. 2012 seien im Durchschnitt 25 Arzneimittel pro Monat und Apotheke nicht lieferbar gewesen. „Wir nehmen diese Verbesserung wahr, können aber keinen Trend erkennen. Die Verbesserung kann dem Zufall oder dem guten Willen einzelner Industrieunternehmen geschuldet sein“, hieß es aus der DKG.

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Laut dem Vorsitzenden des Verbandes der Klinikapotheker in Europa, Roberto Frontini, sind Patienten durch die Engpässe noch nicht gefährdet, da der Austausch zwischen den Klinik-Apotheken sehr gut laufe. Seien allerdings Präparate gar nicht auf Lager, müssten sie im Ausland geordert werden und das sei zeitaufwendig, sagte Frontini der Leipziger Volkszeitung.

Bereits im vergangenen Jahr hatten Lieferengpässe bei einigen, teils lebenswichtigen Arzneimitteln für Schlagzeilen gesorgt. Als Reaktion darauf hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine Liste eingerichtet, auf der Unternehmen über nicht lieferbare Medikamente informieren sollen. Die Meldungen sind allerdings freiwillig. „Wir fordern daher, dass die Politik die Industrie verpflichtet, ihre Engpässe in dem Register zu melden“, so die DKG gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt.

© hil/aerzteblatt.de

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