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Niederländischer Skandalarzt bekommt Berufsverbot in Deutschland

Montag, 11. November 2013

Stuttgart/Heilbronn – Ein niederländischer Skandalarzt darf in Deutschland nicht länger praktizieren. Der Mann habe dem baden-württembergischen Gesundheitsamt eine unterschriebene Verzichtserklärung für seine Approbation zugeschickt, sagte eine Sprecherin des Regierungspräsidiums Stuttgart heute und bestätigte einen SWR-Bericht. Das Landesgesundheitsamt ist zuständig, weil der Mann in Deutschland zuletzt an den SLK-Kliniken in Heilbronn gearbeitet hatte. In den Niederlanden muss er sich seit Anfang des Monats unter anderem wegen zahlreicher Falschdiagnosen vor Gericht verantworten. Um deutsche Fälle geht es bei dem Prozess nicht.

Nachdem Anfang dieses Jahres bekanntgeworden war, dass der Neurologe wegen falscher Diagnosen in den wohl größten medizinischen Strafprozess in der Geschichte der Niederlande verwickelt ist, hatten die SLK-Kliniken den Mann entlassen. Er hatte zuvor unter anderem im rheinland-pfälzischen Worms praktiziert.

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Da dem Mediziner bislang keine Straftaten nachgewiesen worden sind, gelte die Unschuldsvermutung, sagte die Sprecherin weiter. Mit Beginn des Prozesses in den Niederlanden habe das Regierungspräsidium den Arzt aber angeschrieben, ob er das Verfahren zum Ruhen seiner Approbation bis zu einem Urteil beschleunigen wolle. Daraufhin habe der Arzt der Behörde die Verzichtserklärung und die Originalurkunde seiner Approbation geschickt. Damit darf er nirgendwo in Deutschland mehr arbeiten. © dpa/aerzteblatt.de

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