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Politik

Pflegerat fordert Aktionsplan gegen Fachkräftemangel

Dienstag, 12. November 2013

Andreas Westerfellhaus /Lopata

Berlin – Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat die neue Bundesregierung aufgefordert, ihre Wahlversprechen nun auch tatsächlich einzulösen. Dringend notwendig seien Maß­nahmen gegen den eklatanten Fachkräftemangel in der Pflege. „Die Pflegepolitik muss zur Chefsache werden“, sagte DPR-Präsident Andreas Westerfellhaus im Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt. Er forderte die  Einrichtung einer „Task Force Pflege“.

Westerfellhaus sieht besonders die SPD in der Pflicht. Diese habe sich vor der Bundes­tagswahl zu notwendigen Reformen klar geäußert. „Ich hoffe, dass sie nun auch zu diesen Aussagen steht“, betonte der DPR-Präsident. Vor allem denkt er dabei an die Schaffung zusätzlicher Stellen in der Pflege. Es habe in den vergangenen Jahren einen massiven Abbau gegeben. „Wir haben allein in deutschen Krankenhäusern mehr als 50.000 Pflegekräfte verloren“, kritisierte Westerfellhaus. „Die Arbeit ist nur noch im Dauerlauf zu schaffen.“ Gerade das mache den Beruf unattraktiv.     

Interview mit Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates: „Die Pflegepolitik muss zur Chefsache werden“

Zusätzliche Stellen in der Pflege und eine Reform der Ausbildung – das sind Forderungen von Andreas Westerfellhaus an die neue Bundesregierung. Es geht ihm vor allem um mehr Wertschätzung für seine Berufsgruppe.

Nur wenn sich die Arbeitsbedingungen verbesserten, könne man Menschen für die Pflege gewinnen und dauerhaft dort halten. „Wir wissen, dass viele Pflegekräfte wegen der hohen Belastung in die Teilzeittätigkeit flüchten.“ Manche kehrten der Pflege ganz den Rücken oder gingen ins Ausland. „Diese Trends gilt es zunächst zu stoppen“, erläuterte der DPR-Präsident.     

Westerfellhaus forderte außerdem, der Pflege endlich den Stellenwert zu geben, den sie verdiene. „Wir sind die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen und erwarten von der Politik mehr als Absichtsbekundungen“, sagte Westerfellhaus. © BH/aerzteblatt.de

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