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Politik

Wille schlägt neuen Anlauf für Integrierte Versorgung vor

Donnerstag, 14. November 2013

Eberhard Wille Lopata

Berlin – „Ich würde die bestehenden Hindernisse bei der Integrierten Versorgung beseitigen und ihr noch einmal einen finanziellen Anschub gewähren, aber befristet auf fünf, sechs Jahre. Die Erfahrung lehrt, dass sich die hohen Vertragskosten nicht in den ersten Jahren amortisieren.“

Diesen Vorschlag hat Eberhard Wille, stellvertretender Vorsitzender des Sachver­stän­digenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, im Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt unterbreitet. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen sinnvolle Vorhaben in der nächsten Legislaturperiode.

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Gesundheitsökonom Wille mahnte aber, der Gesetzgeber solle bei einem neuen Anschub für die Integrierte Versorgung auf sektorübergreifenden Verträgen bestehen und darauf, diese nach klaren Vorgaben zu evaluieren. „Zudem hat der Sach­ver­ständigenrat in diesem Kontext auch Verträge mit Einbezug der Pflege angemahnt. Dies geschieht meines Wissens nach nirgends“, sagte er.

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Der Ökonom Eberhard Wille über Reformvorschläge für die große Koalition und zu Unrecht ins Abseits geratene Ideen für das Gesundheitswesen Herr Professor Wille, wenn Sie festlegen könnten, was zur künftigen Finanzierung des Gesundheitswesens im Koalitionsvertrag stehen soll: Was würden Sie vorschlagen?

Wille sprach sich außerdem dafür aus, die Verpflichtung zum Abschluss von Hausarzt­verträgen aufzuheben: „Zur Vertragsfreiheit gehört auch, keine Verträge abzuschließen.“ Ebenso gehöre die Begrenzung der Mehrausgaben in Hausarztverträgen abgeschafft: „Dieses Postulat droht innovative Versorgungskonzepte schon im Keim zu ersticken.“

© Rie/aerzteblatt.de

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