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Ärzteschaft

Medizinstudierende warnen vor Landarztquote

Donnerstag, 14. November 2013

Berlin – Gegen eine sogenannte Landarztquote haben sich die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) und der Sprecherrat der Medizin­studierenden im Marburger Bund (MB) ausgesprochen. Sie appellierten an Union und SPD, eine solche in den Koalitionsverhandlungen auszuschließen.

CDU und CSU fordern in ihrem Wahlprogramm, bei der Vergabe von Medizinstudien­plätzen verstärkt Bewerber zu berücksichtigen, die sich dazu verpflichten, nach ihrem Medizinstudium in einer unterversorgten Region zu arbeiten.

„Die Landarztquote ist ein ungeeignetes Mittel, um den Mangel an Ärzten in ländlichen Regionen zu bekämpfen“, sagte Jonathan Schütze, Präsident der bvmd. Medizin­studierende müssten noch vor Beginn ihres Studiums eine Entscheidung über ihren späteren Arbeitsort treffen, ohne persönliche Umstände, Lebensentscheidungen oder Präferenzen für eine Facharztweiterbildung ausreichend berücksichtigen zu können.

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Unangemessener Eingriff in die persönliche Enscheidungsfreiheit
„Dies halten wir für eine völlig unangemessene Einschränkung der persönlichen Entscheidungsfreiheit der Studierenden“, so Schütze. Darüber hinaus könnte die Quote in der öffentlichen Wahrnehmung leicht als eine Abwertung des Berufsbildes aufgefasst werden, was die Attraktivität einer landärztlichen Tätigkeit noch weiter senken könnte.

„An den Ursachen des Problems völlig vorbei“, geht eine Landarztquote auch nach Auffassung der Medizinstudierenden im MB. Die Gründe, warum Medizinstudierende immer seltener in ländlichen Regionen arbeiteten, seien vielfältig und reichten von ungünstigen Arbeits- und Niederlassungsbedingungen auf dem Land bis hin zu Fragen der grundsätzlichen Lebensbedingungen vor Ort, erläuterte Jan Bauer, Vorsitzender des Sprecherrates der Medizinstudierenden im MB. Sein Fazit: „Medizinstudierende dürfen nicht zu einer bestimmten ärztlichen Tätigkeit gezwungen werden!“

© hil/aerzteblatt.de

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