NewsVermischtesDen meisten Kindern in Deutschland geht es gut
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Den meisten Kindern in Deutschland geht es gut

Donnerstag, 14. November 2013

dpa

Berlin – Den meisten Kindern und Jugendlichen in Deutschland geht es gut oder sehr gut. Das zeigen erste Daten der neuen Kinder- und Jugendgesundheitsstudie „KiGGS Welle 1“, die das Robert Koch-Institut (RKI) jetzt veröffentlicht hat. Rund 16.000 Kinder und Jugendliche haben an der Studie teilgenommen. In der Befragung gaben die Eltern Auskunft zur Gesundheit ihrer Kinder, ab elf Jahren beantworteten Jungen und Mädchen zusätzlich einen Teil der Fragen selbst.

94 Prozent der befragten Eltern schätzen den allgemeinen Gesundheitszustand ihrer Kinder als gut oder sehr gut ein, 88 Prozent der 11-bis 17-Jährigen kommen auch selbst zu dieser Einschätzung. Dieser Anteil ist höher als bei der sogenannten KiGGS-Basiserhebung von 2003 bis 2006.

Anzeige

Die große Mehrzahl der Jungen und Mädchen treibt Sport – und die meisten spielen zumindest bis zum Ende des Grundschulalters auch regelmäßig im Freien. So ergab die bundesweite Befragung, dass 78 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 3 und 17 Jahren sportlich aktiv sind. Vier Fünftel der Sporttreibenden weisen ein wöchentliches Sportpensum von mindestens zwei Stunden, ein gutes Viertel sogar von fünf oder mehr Stunden auf – Jungen mehr als Mädchen.

Darüber hinaus bewegen sich von den Drei- bis Zehnjährigen ebenfalls 78 Prozent mehr als fünfmal pro Woche beim Spielen an der frischen Luft. „Auch heutzutage haben Sport und Spiel offensichtlich einen hohen Stellenwert im Kindes- und Jugendalter“, resümiert Kristin Manz, die am RKI die KiGGS1-Daten zur körperlichen und sportlichen Aktivität analysiert.

Allerdings belasten Allergien eine größere Zahl von Kindern und Jugendlichen. Neun Prozent litten in den zwölf Monaten vor der Befragung an Heuschnupfen, sechs Prozent an Neurodermitis und vier Prozent an Asthma. Der Anteil der Kleinkinder mit Heuschnupfen und Asthma ist im Vergleich zur KiGGS-Basiserhebung weiter gestiegen.  „Generell gibt es bei den gesundheitlichen Risikofaktoren deutliche soziale Unterschiede“, hieß es aus dem RKI.

KiGGS ist Teil des langfristigen RKI-Gesundheitsmonitorings in der Bevölkerung und wird regelmäßig wiederholt. Die Basiserhebung fand von 2003 bis 2006 statt, von 2009 bis 2012 erfolgte mit der KiGGS Welle 1 eine telefonische Wiederholungsbefragung. Mit dabei waren die erreichbaren und teilnahmebereiten Familien der Basiserhebung, zusätzlich wurden Familien mit Kindern bis zu sechs Jahren neu eingeladen.

Ausführlichere Ergebnisse der KiGGS Welle 1 werden Mitte 2014 im Bundesgesund­heitsblatt veröffentlicht. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

27. Februar 2020
Kopenhagen – Dänische Kinder, deren Mütter im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Studie während der Schwangerschaft hochdosiert mit Vitamin D behandelt wurden, hatten im Alter von 3 und 6
Vitamin D in der Schwangerschaft erhöht Knochendichte des Kindes
21. Februar 2020
Kiel – Der Landtag in Schleswig-Holstein hat ein landesweites Rauchverbot auf öffentlichen Spielplätzen beschlossen. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde heute bei Enthaltung von SPD und SSW
Schleswig-Holstein beschließt Rauchverbot auf Spielplätzen
19. Februar 2020
Bonn – Der Mangel an Pflegefachkräften führt immer wieder dazu, dass kinderherzchirurgische Abteilungen Eingriffe verschieben müssen und Patienten auf Wartelisten landen. Darauf weist die Deutsche
Pflegepersonalmangel führt zur Verschiebung von Herz-Operationen bei Kindern
19. Februar 2020
Leipzig – Kinder, die in der Schule in der Kantine essen und mangels Taschengeld seltener in Kiosken und Lebensmittelläden in Schulnähe einkaufen, sind tendenziell seltener adipös. Das berichten
Adipositas: Schüler, die in der Kantine essen, sind weniger betroffen
19. Februar 2020
Genf – Kinder und Jugendliche in Norwegen, Südkorea und den Niederlanden haben nach einer UN-Studie die besten Chancen auf eine gute Entwicklung. Ihre Altersgenossen in der Zentralafrikanischen
Armut, Klimawandel und Kommerz bedrohen Kinder weltweit
13. Februar 2020
London – Jugendliche, die sich körperlich wenig bewegen, entwickelten in einer prospektiven Beobachtungsstudie in Lancet Psychiatry (2020; doi: 10.1016/S2215-0366(20)30034-1) häufiger Depressionen.
Studie: Langes Sitzen erhöht bei Jugendlichen das Risiko von Depressionen
11. Februar 2020
Sheffield – Kinder und Jugendliche mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) werden häufiger mit Medikamenten behandelt, wenn ihre Eltern einer niedrigen sozialen Schicht
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER