NewsÄrzteschaftHausarztmangel: Fachgesellschaft mahnt konkrete Schritte an
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Hausarztmangel: Fachgesellschaft mahnt konkrete Schritte an

Dienstag, 19. November 2013

Frankfurt/M. – Die Zahl der Ärzte in der Weiterbildung zum Facharzt Allgemeinmedizin müsste sich verdoppeln, um den jetzigen Stand der medizinischen Grundversorgung zu sichern. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) hingewiesen. Laut der Fachgesellschaft müssen sich die wichtigsten Maßnahmen zur Zukunftssicherung auf die drei zentralen Handlungsfelder Ausbildung, Weiterbildung und Niederlassung konzentrieren.

„Studierende der Medizin müssen im Rahmen ihrer Ausbildung, die überwiegend an hochspezialisierten Universitätskliniken stattfindet, auch die Gelegenheit bekommen, die Diagnostik und Therapie zahlreicher häufiger, in der Regel ambulant behandelter Erkrankungen praktisch kennenzulernen“, hieß es aus der DEGAM. Viele häufige Patientenanliegen wie eine Mittelohrentzündung, ein unklarer Rückenschmerz oder eine Bronchitis kämen in Unikliniken praktisch nicht vor.

Wie international bereits üblich, sei daher auch in Deutschland ein längerer Ausbildungs­abschnitt in allgemeinmedizinischen Praxen sinnvoll und notwendig. Mehrere Studien zeigten, dass Praktika in Lehrpraxen und das persönliche Kennenlernen dieses Berufsfeldes nicht nur die Ausbildung verbesserten, sondern auch die Bereitschaft erhöhten, nach dem Studium eine Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin anzustreben.

Anzeige

In der Weiterbildung müsse künftig jeder junge Arzt, der sich für das Fach Allgemeinmedizin entscheide, einen verbindlich garantierten Förderanspruch in Form eines persönlichen Weiterbildungsbudgets für die gesamte Dauer der Weiterbildung erhalten. Aufgrund fehlender bundesweiter Abstimmung und infolge von regionalen Auseinandersetzungen zwischen Haus- und Fachärzten, kommt es bei der Förderung der Weiterbildung laut der DEGAM zurzeit häufig zu „völlig unnötigen Umsetzungsproblemen“.

Bei der Niederlassung seien neue Konzepte nötig, die es Hausärzten ermöglichten, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. „Jungen Ärzten und ihren Familien muss es unter anderem ermöglicht werden, dass sie in den von ihnen bevorzugten Ballungsräumen wohnen bleiben und dennoch einer (Teilzeit-)Tätigkeit in schwächer strukturierten beziehungsweise ländlichen Gebieten nachgehen können“, hieß es aus der DEGAM. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS LNS LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER