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Viele HIV- und Aids-Kranke in materieller Not

Donnerstag, 21. November 2013

Bonn – Auf die materielle Not vieler Menschen in Deutschland mit HIV und Aids hat die Deutsche Aids-Stiftung hingewiesen. Sie unterstützt seit 1987 HIV-positive und an AIDS erkrankte Personen mit geringem Einkommen in Notlagen. „Durch die Kürzungen staatlicher und gesetzlicher Leistungen in den vergangenen zehn Jahren musste die Deutsche Aids-Stiftung immer häufiger dort einspringen, worum sich zuvor der Sozialstaat in der Pflicht sah“, hieß es aus der Stiftung.

Seit 2004 sei die Anzahl der Anträge im Bereich der existenziellen Grundversorgung deutlich angestiegen. Machten diese Antragsgegenstände 2004 noch 7,6 Prozent der Gesamtbewilligungen aus, waren es im vergangenen Jahr 32,2 Prozent. Diese Hilfen betreffen zum Beispiel Bekleidung, Schlafmöbel, Haushaltsgeräte, Seh- und Hörhilfen.

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Im Jahr 2012 gaben 57,4 Prozent der Antragstellenden Deutschland als Geburtsland an. Neben Deutschland stammten die Antragstellenden aus 88 weiteren Staaten. 26,6 Prozent der Antragstellenden wurden in Subsahara-Afrika geboren, 7,6 Prozent in Osteuropa und Zentralasien. „Diese Zahlen spiegeln wider, dass HIV/Aids ein globales Problem ist“, hieß es aus der Stiftung.

Die Deutsche Aids Stiftung verfügt nach eigenen Angaben über die umfangreichsten personenbezogenen Daten von HIV-positiven und an Aids erkrankten Menschen in finanziellen Notlagen in Deutschland. Durch die Auswertung dieser Daten könne sie für den Zeitraum von 25 Jahren Tendenzen und Entwicklungen bei den Betroffenen wahrnehmen und nachvollziehen. © hil/aerzteblatt.de

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