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Politik

Rhön-Übernahme: Bundeskartellamt leitet Hauptprüfverfahren ein

Mittwoch, 27. November 2013

Köln – Das Bundeskartellamt hat im Fusionskontrollverfahren zur geplanten Übernahme von Rhön-Tochtergesellschaften durch Fresenius das Hauptprüfverfahren eingeleitet. Dies teilte die Bonner Wettbewerbsbehörde heute mit.

Der Gesundheitskonzern Fresenius SE & Co. KG aA, zu dem auch die Helios-Kliniken zählen, will 43 von 47 Krankenhäusern und alle 15 medizinischen Versorgungszentren von der Rhön-Klinikum AG übernehmen. Der Kaufpreis beträgt gut drei Milliarden Euro. Mit dann 117 Krankenhäusern und einem Umsatz von knapp 5,5 Milliarden Euro würde Helios durch den Deal mit Abstand zum Marktführer in Deutschland.

Der Großteil des Geschäfts soll noch in diesem Jahr vollzogen werden. Man rechne auch nach der Ankündigung des Kartellamts nicht mit einer Verzögerung, erklärte ein Fresenius-Sprecher in Bad Homburg bei Frankfurt. Es gebe keine inhaltlichen Hürden für eine zügige Prüfung und Freigabe.

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Das Vorhaben ist von der Europäischen Kommission mit Entscheidung vom 22. Oktober 2013 an das Bundeskartellamt verwiesen worden.

Andreas Mundt, der Präsident des Bundeskartellamts: „Das Vorhaben stellt das bislang größte Zusammenschlussprojekt im Krankenhausbereich in Deutschland dar. Ziel der Fusionskontrolle bei Krankenhäusern ist es, wettbewerbliche Strukturen zum Wohle des Patienten aufrecht zu erhalten.“

Die geplante Übernahme werde daher vom Bundeskartellamt sehr sorgfältig untersucht. Die Prüfung erstrecke sich insbesondere auf die regionalen Überschneidungen im Bereich der stationären Krankenhausversorgung und auf die Nachfrageseite gegenüber den Krankenkassen.“

Fresenius ist auch als Anbieter von Medizinprodukten in Deutschland tätig. Deshalb wollen die Wettbewerbshüter sich auch mit zahlreichen Märkten für Medizinprodukte, wie beispielsweise den für Infusionslösungen oder Dialyseprodukte, befassen. Man werde untersuchen, wie sich der Zusammenschluss eines bedeutenden Herstellers mit einem großen Abnehmer der Produkte auswirke.

Der erhebliche Umfang der Ermittlungen macht die Einleitung des Hauptprüfverfahrens erforderlich. Die Frist für eine Entscheidung verlängert sich damit bis Ende Februar 2014. © JF/aerzteblatt.de

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