szmtag Migränepatienten mit Heuschnupfen haben stärkere Schmerzattacken
NewsMedizinMigränepatienten mit Heuschnupfen haben stärkere Schmerzattacken
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Migränepatienten mit Heuschnupfen haben stärkere Schmerzattacken

Mittwoch, 27. November 2013

Cincinnati – Patienten, die unter Migräne und einer allergischen Rhinitis leiden, haben einer kürzlich veröffentlichten Studie in Cephalgia zufolge besonders häufige und starke Kopfschmerzattacken. Die Arbeitsgruppe um Erstautor Vincent Martin an der University of Cincinnati vermutet, dass zwischen beiden Erkrankungen Verbindungen bestehen (http://dx.doi.org/10.1177/0333102413512031).

Jeder zehnte Deutsche leidet an Migräne, und rund ein Viertel ist von Allergien betroffen. Da eine Migräne für eine verstopfte Nase sorgen kann und Allergien sich auch durch Kopfschmerzen äußern können, sind Überlagerungen beider Symptomkomplexe möglich. Dennoch gibt es nach Angaben der Arbeitsgruppe Studien, die eine mögliche Verbindung beider Erkrankungen nahe legen.

Die Forscher analysierten die Antworten von rund 6.000 Migränepatienten der American Migraine Prevalence and Prevention (AMPP) Study. Die Forscher befragten die Teilnehmer zu allergischen Erkrankungen und Auslösern ihrer Rhinitis. Sie teilten sie entsprechend in drei Gruppen ein: Solche, die allergisch auf echte Allergene reagierten (allergisch), solche die auch auf zusätzliche Trigger wie Parfüm, Wetter und Zigaretten­rauch reagierten (gemischt-allergisch) und zuletzt jene Patienten, die nur auf nicht-allergene Trigger mit einer Rhinitis reagierten (nicht-allergisch).

Anzeige

Die Wissenschaftler stellten fest, dass zwei Drittel aller Migränepatienten auch an Allergien litten und Teil der gemischt-allergischen Gruppe waren. Diese Gruppe war laut der Analysen auch die am häufigsten und am schwersten betroffene Subgruppe unter den Migränepatienten. Sie hatten ein 45 Prozent höheres Risiko Migräneattacken zu erleiden, und ein 60 Prozent höheres Risiko für besonders beeinträchtigende Kopf­schmerzen. Die Forscher vermuten, dass die Allergien für eine Exazerbation der Migränekopfschmerzen sorgen.

Die Ergebnisse könnten auch von klinischer Bedeutung sein. Die Forscher um Martin zitieren vorangegangene Studien, die eine Reduktion der Migräneattacken um rund die Hälfte zeigten, wenn vorhandene Allergien durch Hyposensibilisierung behandelt wurden. Welche genaue Rolle allergische Erkrankungen bei der Entstehung von Migräne spielen, müsse jedoch weiter untersucht werden. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER