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Leipzig: Behandlung von Aortenaneurysmen interdisziplinär

Donnerstag, 28. November 2013

Leipzig – Auf ihre enge interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Versorgung von Bauchaortenaneurysmen haben Interventionelle Radiologen, Gefäßchirurgen und Angiologen am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) hingewiesen. „Durch die Ver­schmelzung von Expertenwissen aus Interventioneller Radiologie, Angiologie und Gefäßchirurgie konnte das Verfahren derart vereinfacht und sicher gemacht werden, dass die meisten Patienten schon am Tag nach der Operation nahezu beschwerdefrei über die Station laufen können“, sagt Peter Fellmer, der am UKL die Gefäßchirurgie leitet.

Bei diesem Eingriff entlasten die Mediziner die geschädigten Gefäßwände mit einem Stent, der den Blutstrom am Aneurysma vorbeileitet. Die OP erfolgt über eine Punktion in der Leiste und ist in Lokalanästhesie möglich. „Die Behandlung eines Aortenaneurysmas wird ab einem Durchmesser von etwa fünf Zentimetern empfohlen“, erklärt Fellmer.

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Manchmal ergebe sich eine Behandlungsnotwendigkeit auch erst nach einer Verlaufs­kontrolle aufgrund einer Größenzunahme. Eine Altersgrenze für die Behandlung haben die Leipziger nicht, auch Begleiterkrankungen sind kein Ausschlusskriterium. Wenn Patienten wegen Nierenfunktionsstörungen kein normales Kontrastmittel vertragen, kommt eine CO2-Angiographie in Verbindung mit der endovaskulären Ausschaltung des Aneurysmas zum Einsatz.

Der Stent muss lebenslang kontrolliert werden. Die jährliche Untersuchung findet am UKL in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Angiologie zunehmend mittels Ultraschall statt. So können Belastungen durch Strahlung und wiederholte Kontrastmittelgabe wie in der Computertomographie langfristig vermieden werden.

„Die Stärke der Ultraschalldiagnostik liegt dabei nicht nur in der Verlaufskontrolle, sondern schon ganz am Anfang, nämlich beim Screening, also der Suche nach Aneurysmen“, erklärt Katja Mühlberg, Oberärztin der Angiologie. Denn nicht selten kämen auch in anderen Körperregionen Gefäßaussackungen vor, zum Beispiel in der Kniekehle. © hil/aerzteblatt.de

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