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Vermischtes

Versorgung von Opfern bei Amokläufen verbessern

Freitag, 29. November 2013

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) möchte den Blick auf die Opfer von Amokläufen lenken. „Für viele Opfer ist der Weg zurück in ihr gewohntes Leben nicht mehr möglich. Das Erlebte hinterlässt in der Psyche tiefe Spuren. In der unmittelbaren Zeit nach der Tat werden die Opfer thera­peutisch betreut. Doch wie sieht es nach ein oder zwei Jahren aus?“, fragt Henning Saß, Vorsitzender der unabhängigen Expertenkommission für Recht und Psychiatrie der DGPPN auf dem Jahreskongress der Gesellschaft in Berlin.

Die Fachgesellschaft fordert deshalb, die Versorgung der Opfer weiter auszubauen, um eine Chronifizierung der Störungen zu vermeiden. Dazu müssten die Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie dringend mit einbezogen werden.

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Wichtig sei außerdem, psychiatrische Patienten im Rahmen der Berichterstattung zu Amokläufen nicht zu stigmatisieren. Die individuelle Motivation der Täter sei höchst unterschiedlich. Hinter den Taten könnten psychische Störungen stecken, doch oft sei auch keine Erklärung möglich. Nur in seltensten Fällen nähmen Amokläufer vor ihrer Tat eine psychologische oder psychiatrische Behandlung in Anspruch.

„Amokläufer sind in der Regel nicht unsere Patienten“, sagte Thomas Schläpfer, Bonn, von der DGPPN. Er betonte, Menschen mit psychischen Erkrankungen seien weder gefährlich noch aggressiv. Zu kritischen Situationen komme es nur in Ausnahmefällen. © hil/aerzteblatt.de

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