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Politik

Studie: Krankenhäuser sind produktiver geworden

Montag, 2. Dezember 2013

Berlin – Krankenhausschließungen und mehrere Gesundheitsreformen können das Wachstum der Krankenhauskapazitäten in Deutschland offenbar nicht stoppen. Das ist das Ergebnis einer Berechnung der Beratungsgesellschaft KPMG für die Zeitung Die Welt vom Montag.

Demnach ist zwar die Zahl der Klinikbetten in den vergangenen rund 20 Jahren deutlich zurückgegangen; trotzdem stiegen die Krankenhauskapazitäten, also die Zahl der Behandlungen, im gleichen Zeitraum um 35 Prozent.

Laut der Studie sank die Zahl der Betten von rund 650.000 im Jahr 1992 auf nur noch gut 500.000 im Jahr 2012 und damit um 22,5 Prozent. Gleichzeitig ist aber die Zahl der Fälle, die in den vorhandenen Betten behandelt werden können, stark gestiegen. Patienten verlassen heute das Krankenhaus nach einem Eingriff schneller: Die Verweildauer sank im gleichen Zeitraum um 42 Prozent. Wurden 1992 im Schnitt noch gut 23 Patienten pro Bett und Jahr kuriert, waren es 2012 bereits 37,1 Fälle. Das sind 60 Prozent mehr als 1992.

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Auch das Personal in den Krankenhäusern ist laut Untersuchung produktiver geworden. Zwar ist die Zahl der Angestellten zwischen 1992 und 2012 um 5,1 Prozent leicht zurückgegangen. Jeder Krankenhausmitarbeiter konnte aber 2012 im Schnitt beinahe ein Drittel mehr Krankheitsfälle versorgen als noch 1992.

„Die Krankenhäuser in Deutschland sind heute wesentlich produktiver als vor 20 Jahren“, sagt der für die Studie zuständige KPMG-Mitarbeiter Volker Penter. Er und seine Kollegen berechneten, dass die Behandlungskapazität seit 1992 um 35 Prozent gestiegen sei – bei stark gesunkener Auslastung: von 83,9 Prozent im Jahr 1992 auf nur noch gut 77 Prozent im Jahr 2012. Eine Auslastung von 85 Prozent gilt als optimal.

Vertreter und Organisationen der Pflegekräfte kritisieren immer wieder eine starke Überlastung der Pflegenden in Krankenhäusern. Das führe auch dazu, dass immer mehr Pflegekräfte aus gesundheitlichen Gründen aus dem Beruf ausstiegen. Angesichts des demografischen Wandels müsse der Beruf wieder attraktiver werden. © kna/aerzteblatt.de

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