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Politik

Schönheits-OPs bei Jugendlichen sollen verboten werden

Montag, 2. Dezember 2013

Frankfurt/Main – Schönheitsoperationen bei Minderjährigen ohne medizinischen Grund sollen laut Presseinformationen nach dem Willen von Union und SPD untersagt werden. Wie die Frankfurter Rundschau in ihrer Montagsausgabe berichtet, einigten sich beide Seiten bei ihren Koalitionsverhandlungen darauf, ein entsprechendes Verbot in dem für 2014 geplanten Präventi

Union und SPD planen offenbar einen neuen Vorstoß, um medizinisch nicht begründete Schönheitsoperationen bei Minderjährigen zu verbieten. Es gehöre zum Jugendschutz, „Jugendliche vor den Folgen eines falschen Schönheitswahns zu bewahren“, erklärte der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn am Montag in Berlin. In der Ärzteschaft stieß der Vorschlag auf grundsätzliche Zustimmung.

Nach Informationen der Frankfurter Rundschau vom Montag einigten sich Union und SPD bei ihren Koalitionsverhandlungen zunächst informell darauf, ein Verbot von Schönheits-OPs bei Minderjährigen in dem für 2014 geplanten Präventionsgesetz zu verankern.  

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„Es steht zwar nicht im Koalitionsvertrag, aber wenn die SPD da mitmacht, können wir es bald regeln“, erklärte Spahn in Berlin. Einen jungen Körper im Wachstum unnötig einem solchen massiven Eingriff auszusetzen, könne „körperlich und geistig fatale Folgen haben“. „Eine Brustvergrößerung als Geschenk für eine 15-Jährige zu Weihnachten finde ich jedenfalls völlig inakzeptabel“, erklärte er.    

Das Thema ist nicht neu. In den vergangenen Jahren gab es auch von Unionsseite bereits Vorstöße für ein Verbot von Schönheitsoperationen bei Minderjährigen. Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium und auch das Bundesjustizministerium hatten allerdings rechtliche Bedenken geäußert.  

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) ist der Anteil der Schönheitsoperationen an Minderjährigen sehr gering. 2011 lag er demnach bei 1,3 Prozent. Auch 2012 liege der Anteil nur bei rund einem Prozent, sagte eine Sprecherin. Die in früheren Debatten genannte Zahl von zehn Prozent Schönheit-OPs bei unter 20-Jährigen bezieht sich laut DGPRÄC auf alle plastisch-chirurgischen Eingriffe etwa wegen Fehlbildungen der Hand oder Verbrennungsfolgen.    

Die Fachgesellschaft steht einem pauschalen Verbot skeptisch gegenüber. Dann bestehe die Gefahr, „dass Patienten durch das Raster fallen, bei denen Eingriffe aus psychologischen Gründen nötig wären“, sagte die Sprecherin.    

Ohrenkorrekturen häufigster kosmetischer Eingriff bei Minderjährigen
Der häufigste kosmetische Eingriff bei Minderjährigen sind demnach mit Abstand Ohrenkorrekturen, gefolgt von Brustkorrekturen bei jungen Männern, die unter sogenannter Gynäkomastie leiden. Bisher reicht in Deutschland für Eingriffe bei unter 18-Jährigen die Zustimmung der Erziehungsberechtigten. Ein medizinischer Grund für eine Schönheitsoperation liegt unter anderem vor, wenn die Betroffenen auf Grund ihres Aussehens massive seelische Probleme haben oder unter starkten Unfallverletzungen oder Fehlbildungen leiden. Piercings oder Tätowierungen bei Minderjährigen sollen laut FR auch weiterhin erlaubt bleiben.  

Kinder- und Jugendärzte unterstützen ein Verbot
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) unterstützt ein Verbot von Schönheits-OPs bei unter 18-Jährigen. Mit Ausnahme von Korrekturen von Fehlbildungen oder entstellenden Unfallfolgen sollten solche Eingriffe untersagt werden, erklärte Verbandspräsident Wolfram Hartmann. Die Folgen seien oft unabsehbar.  

Auch die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) begrüßte die Initiative. „Wir dürfen nicht hinnehmen, dass die Schönheitsindustrie unser Menschenbild defininiert“, hieß es in einer Stellungnahme. Zugleich wies die Ärztekammer darauf, dass bereits heute nur ausreichend qualifizierte Ärzte schönheitschirurgische Eingriffe vornehmen dürften. Sie wies damit Bestrebungen von Union und SPD zurück, den Begriff der kosmetischen Chirurgie künftig genauer zu definieren und zu schützen. © afp/aerzteblatt.de

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doc2011
am Dienstag, 3. Dezember 2013, 08:51

Entmündigung

Wieder ein Schritt zur Entmündigung der Bürger!

Während Beschneidungen bei Kindern religiös begründet und tolleriert werden, sollen "Schönheitsoperationen" verboten werden.
Erstere sind medizinisch völlig sinnlos, letztere bei psychischen Belastungen erlaubt.
Welche Doppelmral!

Zudem gehören zur " Schönheitsoperation immer zwei:
Kunde und Ausführender.
Wenn letzterer sich weigern würde Kinder " schöner " zu machen wäre das Problem gelöst.
Als Arzt muß man einfach nur seine Verantwortungv wahrnehmen.
LNS

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