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Vermischtes

Notfall- und Akutmediziner begrüßen Koalitionsvertrag

Montag, 2. Dezember 2013

Jena – Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD eröffnet nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) Perspektiven für die ambulante Notfallversorgung. „Mit ihrer Absichtserklärung, die gesetzlichen Rahmen­bedingungen und die Vergütung anzupassen, setzen die Koalitionäre ein positives Signal und erkennen damit gleichzeitig die chronische Unterfinanzierung des notfallmedizinischen Angebots an deutschen Krankenhäusern an“, kommentierte DGINA-Präsident Christoph Dodt.

Der Fachgesellschaft zufolge suchen jedes Jahr mindestens 21 Millionen Patienten in Deutschland eine Notaufnahme auf. 60 Prozent von ihnen können das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung sofort wieder verlassen. Doch gerade diese Leistungen würden nicht kostendeckend vergütet, kritisiert die Gesellschaft.

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So erhalten Krankenhäuser im Durchschnitt 30 Euro für jeden ambulant versorgten Patienten. Die Kosten, etwa zur Vorhaltung von Ausstattung und Personal, lägen allerdings bei etwa 120 Euro. „Um auch in Zukunft eine qualitativ hohe Notfallversorgung gewährleisten zu können, muss deren Finanzierung auf eine solide Grundlage gestellt werden“, warnte Dodt.

Die DGINA hat deshalb eine qualitäts- und sachgerechte Verteilung der Mittel für Notfallbehandlungen an Krankenhäusern gefordert. Gleichzeitig sei eine eigene Notfallpauschale erforderlich, welche die tatsächlich entstehenden Durchschnittskosten deckt. Zudem müssten ausreichend Ressourcen für die Versorgung von Notfallpatienten an Krankenhäusern zur Verfügung stehen.

Daneben sollte ein Anreiz geboten werden, die ambulante Versorgung der stationären vorzuziehen. „Der Koalitionsvertrag bietet die Chance, dass die klinische Notfallver­sorgung entsprechend ihrer wachsenden Bedeutung in absehbarer Zukunft endlich angemessen finanziert wird, was letztlich nicht nur den Patienten, sondern auch den Mitarbeitern zugutekäme“, betonte der Präsident.

© hil/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #658765
medleaks
am Montag, 2. Dezember 2013, 20:52

Toll ...

... und in 3 Wochen kommt der Weihnachtsmann.
LNS
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