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Herzinsuffizienz bei Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler früh erkennen

Dienstag, 3. Dezember 2013

Berlin – Auf die Gefahr einer Herzinsuffizienz bei Erwachsenen mit angeborenem Herz­fehler (EMAH) hat die Deutsche Herzstiftung hingewiesen. Schätzungsweise 180.000 bis 280.000 Betroffene leben in Deutschland. Die große Mehrheit der angeborenen Herzfehler kann heute operativ so gut behandelt werden, dass die meisten ein fast normales Leben führen.

Dennoch kann es laut der Stiftung im Lauf der Jahre zu Verschlechterungen kommen, beispielsweise wenn eine operierte Herzklappe undicht wird oder sich verengt. „Wenn diese Undichtigkeiten oder Verengungen nicht rechtzeitig behandelt werden, besteht die Gefahr, dass sich im Lauf der Zeit eine fortschreitende Herzschwäche entwickelt“, warnen die Herzspezialistinnen Tanja Rädle-Hurst und Ingrid Kindermann vom Universitäts­klinikum des Saarlandes, Homburg/Saar, in der Zeitschrift „herzblatt“ der Deutschen Herzstiftung.

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Weitere mögliche Spätfolgen seien schwere Herzrhythmusstörungen. Eine Herzschwäche sei insbesondere für Menschen mit angeborenem Herzfehler eine Gefahr, bei denen nur eine funktionstüchtige Herzkammer die gesamte Herzarbeit leisten müsse oder bei denen die rechte Herzkammer das Blut durch den Körperkreislauf pumpe.

„Wir legen EMAH-Patienten deshalb nahe, sich auch nach einer erfolgreichen Korrektur ihres Herzdefekts regelmäßig untersuchen zu lassen, um dadurch eine rechtzeitige Behandlung zu ermöglichen und eine Herzschwäche zu vermeiden“, betonen die Ärztinnen.

Für Menschen mit einer Herzschwäche bietet die Herzstiftung den neuen Ratgeber „Das schwache Herz – Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz heute“ an. Herzexperten informieren darin über Diagnose- und Therapieverfahren, sowie über Möglichkeiten der Vorbeugung. © hil/aerzteblatt.de

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