NewsVermischtesHerzinsuffizienz bei Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler früh erkennen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Herzinsuffizienz bei Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler früh erkennen

Dienstag, 3. Dezember 2013

Berlin – Auf die Gefahr einer Herzinsuffizienz bei Erwachsenen mit angeborenem Herz­fehler (EMAH) hat die Deutsche Herzstiftung hingewiesen. Schätzungsweise 180.000 bis 280.000 Betroffene leben in Deutschland. Die große Mehrheit der angeborenen Herzfehler kann heute operativ so gut behandelt werden, dass die meisten ein fast normales Leben führen.

Dennoch kann es laut der Stiftung im Lauf der Jahre zu Verschlechterungen kommen, beispielsweise wenn eine operierte Herzklappe undicht wird oder sich verengt. „Wenn diese Undichtigkeiten oder Verengungen nicht rechtzeitig behandelt werden, besteht die Gefahr, dass sich im Lauf der Zeit eine fortschreitende Herzschwäche entwickelt“, warnen die Herzspezialistinnen Tanja Rädle-Hurst und Ingrid Kindermann vom Universitäts­klinikum des Saarlandes, Homburg/Saar, in der Zeitschrift „herzblatt“ der Deutschen Herzstiftung.

Anzeige

Weitere mögliche Spätfolgen seien schwere Herzrhythmusstörungen. Eine Herzschwäche sei insbesondere für Menschen mit angeborenem Herzfehler eine Gefahr, bei denen nur eine funktionstüchtige Herzkammer die gesamte Herzarbeit leisten müsse oder bei denen die rechte Herzkammer das Blut durch den Körperkreislauf pumpe.

„Wir legen EMAH-Patienten deshalb nahe, sich auch nach einer erfolgreichen Korrektur ihres Herzdefekts regelmäßig untersuchen zu lassen, um dadurch eine rechtzeitige Behandlung zu ermöglichen und eine Herzschwäche zu vermeiden“, betonen die Ärztinnen.

Für Menschen mit einer Herzschwäche bietet die Herzstiftung den neuen Ratgeber „Das schwache Herz – Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz heute“ an. Herzexperten informieren darin über Diagnose- und Therapieverfahren, sowie über Möglichkeiten der Vorbeugung. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

19. Juli 2019
Sydney – Das bei Diabetes erhöhte Herzinsuffizienzrisiko ist unter den Geschlechtern nicht gleichmäßig verteilt: Bei Frauen geht die Diabeteserkrankung mit einer stärkeren Risikoerhöhung einher als
Frauen mit Diabetes stärker für Herzinsuffizienz gefährdet als männliche Patienten
21. Juni 2019
Berlin – Die überarbeitete Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) Chronische Herzinsuffizienz steht ab sofort zur Konsultation bereit. Für die 3. Auflage wurden unter anderem die Kapitel zu Diagnostik,
NVL Chronische Herzinsuffizienz zur Kommentierung im Netz
23. April 2019
Berlin – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat eine wissenschaftliche Erprobungsstudie beauftrag, die ein neues Verfahren für telemedizinisches Monitoring bei Herzinsuffizienz untersuchen soll.
Studie zu Herzinsuffizienz untersucht implantierte Sensoren
27. März 2019
Berlin – 700 schwer herzinsuffiziente Patienten warten in Deutschland derzeit auf ein Spenderherz. Viele überbrücken die Zeit mit einem Herzunterstützungssystem. Das bringt aber auch Probleme mit
Patienten mit Herzunterstützungssystemen rücken auf Warteliste nach hinten
25. März 2019
Silver Spring/Maryland – Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat ein Implantat zur kardialen Kontraktilitätsmodulation zugelassen. Der Einsatz wird auf medikamentös behandelte Patienten mit chronischer
Herzinsuffizienz: Kardiale Kontraktilitätsmodulation in den USA zugelassen
7. März 2019
Berlin – Der Gemeinsame Bundessauschuss (G-BA) hat das Beratungsverfahren für ein neues telemedizinisches Behandlungsprogramm für Patienten mit Herzinsuffizienz eingeleitet. Darauf hat der
Neue telemedizinische Behandlung bei Herzinsuffizienzpatienten auf dem Prüfstand
27. Februar 2019
Berlin – Die niedergelassenen Ärzte in Deutschland versorgen immer mehr Patienten mit einer Herzinsuffizienz. Das geht aus einer Analyse des sogenannten Versorgungsatlas hervor. Dieser ist eine
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER