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Politik

Gesundheitskarte: Aufträge für Testregionen vergeben

Mittwoch, 4. Dezember 2013

dpa

Berlin/Koblenz/Bonn ­- Die Unternehmen für die Online-Tests der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) stehen fest: Die Deutsche Telekom wird Generalunternehmer für die Testregion Südwest in Sachsen und Bayern. Für die Testregion Nordost in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat die für die Vergabe zuständige gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH das Konsortium von CompuGroup Medical (CGM), Booz & Company  und KoCo Connector beauftragt. Während der Telekom-Konzern keine Angaben zur Höhe des Auftragsvolumens machte, bezifferte CGM dieses auf etwa 22 Millionen Euro.

Der Auftrag an die Konsortien umfasst jeweils die Ausstattung von mindestens 500 Ärzten, Zahnärzten und Psychotherapeuten und mehreren Krankenhäusern mit allen für die Anbindung an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur notwendigen Komponenten und Diensten – etwa Konnektor, Kartenterminal, VPN-Zugangsdienst – sowie deren Entwicklung, Aufbau und Betrieb. Auch Krankenkassen und ihre Dienstleister werden in den Feldtest eingebunden.

Der im kommenden Jahr beginnende Feldtest gilt als Generalprobe für den späteren bundesweiten Start der Tele­ma­tik­infra­struk­tur. Diese soll künftig die IT-Systeme von Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäusern und Krankenkassen verbinden und einen übergreifenden Austausch von Informationen ermöglichen. Entstehen soll ein geschlossenes Netzwerk aus vertrauenswürdigen Teilnehmern, zu dem die Nutzer nur mit Heilberufsausweis und Gesundheitskarte Zutritt erhalten.

Vor der Erprobung in den Testregionen müssen die Komponenten der Telematikin­frastruktur bereits einen komplexen Testprozess absolvieren, der mehrstufige Labortests und Zulassungstests des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) umfasst – beides auf Basis von Testdaten. Erst danach folgt die Probephase im realen Umfeld und mit Echtdaten. Ziel ist es, nach einer umfassenden Evaluation, die 2016 abgeschlossen sein soll, die Temelatikinfrastruktur bundesweit auszurollen. © KBr/aerzteblatt.de

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