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Politik

Münchner Unikliniken kooperieren bei Lebertrans­plantationen

Mittwoch, 4. Dezember 2013

München – Nach dem Skandal um Lebertransplantationen werden die Münchner Uni-Kliniken Großhadern und rechts der Isar bei der Behandlung von Transplantationspatienten zusammenarbeiten. Das sei ein wichtiger Schritt, um das Vertrauen der Bevölkerung in die Transplantationsmedizin zurückzugewinnen, sagte Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) am Mittwoch. „Es ist ein Modell, das bundesweit in dieser Form einmalig ist, mit Mehrwert an verschiedenen Stellen.” Die Vereinbarung setze Standards, die für mehr Transparenz, Effizienz und Sicherheit bei Lebertransplantationen sorgten.

Die Kooperation stärke den Standort München bei der Patientenversorgung und in der Forschung, betonten die Ärztlichen Direktoren beider Kliniken, Karl-Walter Jauch und Reiner Gradinger. Beide erwarten von der Zusammenarbeit auch einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Transplantationsmedizin. 

Organspende in Deutschland: Wege aus einer angespannten Situation

Die Rate der postmortalen Organspenden ist seit Bekanntwerden schwerer Regelverstöße gesunken. In der Debatte um Wege aus der Krise werden nun Grundsatzfragen wieder intensiv thematisiert. Als das erste deutsche Transplantationsgesetz 1997 in Kraft trat, hatte die postmortale Organspende mit 12,5 Spendern pro Million Einwohnern einen Tiefstand erreicht.

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Nach dem Organspende-Skandal war in Bayern auf Vorschlag einer Expertenkommission die Zahl der Lebertransplantationszentren von fünf auf drei reduziert worden. Vom 1. Januar 2014 an dürfen am Klinikum rechts der Isar keine Lebern mehr transplantiert werden. Die Patienten, die für eine Transplantation infrage kommen, können nun aber dort weiter behandelt werden. In einer gemeinsamen Konferenz beider Häuser wird das Vorgehen in jedem Einzelfall besprochen. Die Patienten vom Klinikum rechts der Isar werden in Großhadern operiert und nach rechts der Isar zurückverlegt, sobald ihr Zustand stabil ist. © dpa/aerzteblatt.de

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