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Nationaler Lernzielkatalog kommt erst 2015

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Köln – Die Erstellung des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM) verzögert sich. Er soll nun erst auf dem Medizinischen Fakultätentag (MFT) im Juni 2015 verabschiedet werden. Derzeit gebe es im Abstimmungsprozess „intensive Diskussionen“, sagt Martin Fischer, Vorsitzender des Vorstandes der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA).

Bis Mitte November hatten Fachgesellschaften und Fakultäten die Möglichkeit, den Entwurf des NKLM auf einer Internetplattform zu kommentieren. Dabei habe es in vielen Punkten große Zustimmung gegeben, aber auch rund 5.000 Anregungen, berichtet Fischer. Diese müssten nun analysiert und ausgewertet werden.

Öffentliche Kritik kam unter anderem von der Deutschen Röntgengesellschaft. „Was dem NKLM fehlt, ist die Tiefe“, sagte deren Präsident Norbert Hosten. Das Abstimmungs­verfahren sei schwierig zu bedienen gewesen. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin wies drauf hin, der NKLM habe eine Vielzahl von formal-strukturellen und inhaltlichen Defiziten.

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Medizinstudium: Grundstein für den „guten Arzt“

Was muss eine Absolvent am Ende des Studiums können? Eine Arbeitsgruppe erstellt derzeit den Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin. Mitte 2013 soll er vorliegen. Wenn ein frischgebackener Arzt seine Approbationsurkunde in der Hand hält, hat er einiges hinter sich.

Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland sprach sich unterdessen für eine Verabschiedung 2014 aus. Die Umsetzung der Lernzielkataloge in anderen Ländern habe gezeigt, dass ohnehin eine kontinuierliche Anpassung erfolgen müsse.

Die Anregung zum NKLM kam 2009 von der Kultusministerkonferenz. GMA und MFT bildeten eine Lenkungsgruppe, in der unter anderem Vertreter der Bundes­ärzte­kammer und der Arbeitsgemeinschaft der Medizinischen Wissenschaftlichen Fachgesellschaften sitzen.

Der NKLM soll die Vorgaben aus der Approbationsordnung und den Gegenstands­katalogen nicht ersetzen, sondern ergänzen. Er definiert Kompetenzen, die am Ende des Studiums vorliegen sollten. Es geht um Wissen, Fertigkeiten sowie übergeordnete Lernziele. © BH/aerzteblatt.de

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