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Politik

Finanzreserven der gesetzlichen Kassen bei 27,6 Milliarden Euro

Donnerstag, 5. Dezember 2013

dpa

Berlin – Die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) in Deutschland verfügt weiter über ein finanzielles Polster. Die Finanzreserven der Krankenkassen und des Gesundheits­fonds summierten sich nach den ersten drei Quartalen dieses Jahres auf rund 27,6 Milliarden Euro, teilte das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) heute in Berlin mit. Danach erwirtschafteten die Krankenkassen in den ersten neun Monaten einen Überschuss von rund 1,47 Milliarden Euro.

Laut dem BMG nahmen die gesetzlichen Kassen in den ersten neun Monaten 2013 rund 146,5 Milliarden Euro ein. Die Ausgaben lagen bei rund 145 Milliarden Euro.

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Der Gesundheitsfonds wies von Januar bis September 2013 ein Defizit von 2,46 Milliarden Euro aus, das aber im vierten Quartal durch das Weihnachtsgeld ausgeglichen werde. In der Gesamtbetrachtung der Finanzergebnisse von Krankenkassen und Gesundheitsfonds verzeichnete die GKV im ersten bis dritten Quartal ein Defizit von rund 990 Millionen Euro.

Rechnerisch sind die Ausgaben der Krankenkassen für die ambulante ärztliche Behandlung um 10,7 Prozent gestiegen. Dies sei neben den jährlichen regionalen Honoraranpassungen der Abschaffung der Praxisgebühr geschuldet. Die Ausgaben­steigerung führe allerdings nicht zu höheren Honoraren der Ärzte, sondern entlaste die Ärzte durch Wegfall bürokratischen Aufwands in den Praxen. „Da die Einnahmen aus der Praxisgebühr bisher mit der Gesamtvergütung verrechnet wurden, führt ihr Wegfall nun zu entsprechenden Mehrausgaben der Krankenkassen“, erläutert das BMG.

Der Anstieg bei den Ausgaben für Krankenhausbehandlung lag je Versicherten bei 3,5 Prozent und ist damit etwas geringer als bislang für das Gesamtjahr 2013 erwartet wurde.

Beim Krankengeld hat sich nach mehreren Jahren mit hohen oftmals zweistelligen Zuwächsen der Anstieg mit einem Plus von 7,1 Prozent verlangsamt. Als maßgebliche Ursachen für diesen Anstieg nennt das Ministerium eine Zunahme der Krankengeldbezieher in höheren Altersgruppen bei steigendem Renteneintrittsalter sowie einen Anstieg von lang andauernden psychischen Erkrankungen.

Insgesamt sind die Ausgaben je gesetzlich Versicherten im ersten bis dritten Quartal um 4,8 Prozent gestiegen. © hil/aerzteblatt.de

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