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Ärzteschaft

KBV kritisiert Auswertung zur wirtschaftlichen Situation von Arztpraxen

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Berlin – Die Auswertung des Statistischen Bundesamts „Einnahmen und Reinerträge von Kassenpraxen“ ist methodisch unzulänglich. „Der Darstellung fehlt es an allen Ecken und Enden an Erklärungen. Es besteht unter anderem keine korrekte Differenzierung zwischen hausärztlicher und fachärztlicher Versorgung“, kritisierte Regina Feldmann aus dem Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Außerdem berücksichtige die Auswertung die Fachgruppen zu wenig, differenziere nicht nach der Anzahl der Praxisinhaber und berücksichtige Praxen ohne sozial­ver­sicherungs­pflichtige Angestellte nicht angemessen.

„Jede Erhebung muss die Zusammensetzung der Grundgesamtheit sachgerecht berücksichtigen, wenn deren Aussagen belastbar sein sollen. Wir wissen nicht, ob dies bei der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes gewährleitet ist“, so Feldmann.

Das Statistische Bundesamt hatte gestern Zahlen veröffentlicht, nach denen die wirtschaftliche Situation von Arztpraxen sehr stark davon abhängt, wie hoch der Anteil an Privatpatienten und den Einnahmen aus Individuellen Gesundheitleistungen (IGel) ist und welches Fachgebiet der Praxisinhaber vertritt.

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Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI) hatte unter anderem darauf hingewiesen, dass neben den Einkünften auch die Arbeitsbelastung der Ärzte zu berücksichtigen sei. Erhebungen zeigten überdurchschnittliche Arbeits­leistungen der Ärzte; die Altersgruppe der 45- bis 65-Jährigen arbeite wöchentlich im Schnitt 50 Stunden. „Statistiken zur Einkommenssituation der Ärzte müssen deren Arbeitszeiten berücksichtigen“, betonte ZI-Geschäftsführer Dominik von Stillfried. © hil/aerzteblatt.de

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