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Ärzteschaft

Ausländische Ärzte in Sachsen gut integriert

Freitag, 6. Dezember 2013

Dresden – Angesichts des zunehmenden Ärztemangels greift Sachsen verstärkt auf die Unterstützung ausländischer Mediziner zurück. Zwischen 2007 und 2012 stieg der Anteil ausländischer Ärzte im Freistaat um rund 72 Prozent, inzwischen sind von den 22.160 hier lebenden Ärzten 1.821 ausländischer Herkunft.

„Die Zuwanderung und Arbeitsaufnahme kann jedoch mit Komplikationen behaftet sein, die es zu vermeiden gilt“, unterstrich Jan Schulze, Präsident der Sächsischen Lan­des­ärz­te­kam­mer (SLÄK). Zudem sei eine positive Aufnahme bei Kollegen und Patienten entscheidend dafür, ob die Ärzte nach ihrer Weiterbildung dauerhaft in Sachsen blieben.

Gemeinsam mit der Westsächsischen Hochschule befragte die SLÄK deshalb ausländische Kollegen zu strukturellen und organisatorischen Eintrittsbarrieren sowie ihrer persönlichen Arbeitssituation und Motivation. Das Ergebnis: Die Integration ausländischer Ärzte in Sachsen befindet sich auf einem guten Weg.

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So gaben 63 Prozent der befragten ausländischen Ärzte an, von ihren Kollegen gut aufgenommen worden zu sein, 55 Prozent fühlten sich auch von den Patienten akzeptiert. Diese Akzeptanz stieg im weiteren Verlauf der Tätigkeit sogar noch auf 70 Prozent an. Auch Sprachbarrieren scheinen größtenteils überwindbar: 53 Prozent der ausländischen Ärzte sprechen durchschnittlich gut Deutsch, ein Drittel verfügt sogar über fortgeschrittene Sprachkenntnisse. Zudem möchten sich 82 Prozent der Befragten gern sprachlich weiterbilden.

Lediglich auf organisatorischer Seite wünschten sich die zugewanderten Mediziner mehr Unterstützung von Kammer und Arbeitgeber. Denn 44 Prozent empfanden die zu erledigenden Behördengänge sowie die Anerkennung von Abschlüssen als sehr, beziehungsweise ziemlich aufwendig, 22 Prozent vermissten zudem Informationen und Transparenz zu den Abläufen der Zuwanderung und des Aufenthaltes. „Diesem Anspruch werden wir uns stellen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um eine bessere Hilfestellung zu geben“, versprach Schulze. © hil/aerzteblatt.de

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