NewsVermischtesMedizinprodukte: Neues Zentrum zur Wiederaufbereitung in Sachsen-Anhalt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Medizinprodukte: Neues Zentrum zur Wiederaufbereitung in Sachsen-Anhalt

Montag, 9. Dezember 2013

Anlage zur Aufbereitung und Herstellung von Medizinpro­dukten /axentis

Aschersleben ­–  Eine neue Anlage zur Aufbereitung und Herstellung von Medizinpro­dukten ist am Montag in Aschersleben (Salzlandkreis) eröffnet worden. Es ist nach Angaben des Investors, der Pioneer Medical Devices AG, die größte derartige Anlage in Europa, in der Einmal-Instrumente, wie etwa Sonden und Katheter, nach einer Operation wiederaufbereitet werden können. Die wesentlichen Vorteile liegen in kurzen Aufberei­tungszeiten durch weitgehend automatisierte Verfahren, einschließlich der Verwendung von Robotik und voll integrierter Prozesssteuerung.

Das neue Werk soll sich zudem durch besondere Maßstäbe hinsichtlich Nachhaltigkeit und Umweltschutz auszeichnen. So wird der Ressourcenverbrauch so weit wie möglich verringert. Darüber hinaus werden Medizinprodukte zusätzlich durch ein neues Verfahren der Nanopartikelbeschichtung optimiert.

Anzeige

Das Verfahren beruht auf einem fünfjährigen Forschungsprogramm der Pioneer Medical Devices AG, in dem eine Oberflächenbeschichtung entwickelt wurde, die mittels Strukturverbund aus Nanopartikeln besondere Schutzmechanismen aufweist und die Desinfektion und Reinigung von Medizinprodukten um den Faktor 10 erleichtert. Die Beschichtung behindert auch das Anhaften des berüchtigten Krankenhauskeims MRSA.

Nach Unternehmensangaben wurden in einer Bauzeit von zwei Jahren gut sechs Millionen Euro unter anderem in einen Reinraum und Maschinen investiert; es entstanden 20 Arbeitsplätze. Nach einem Stufenplan sollen in den kommenden fünf Jahren einmal rund 65 Menschen in dem Werk arbeiten.

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums von Sachsen-Anhalt wurde der Bau des Zentrums mit knapp 2,2 Millionen Euro aus dem Programm zur "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gefördert.

Das Zentrum sei ein positives Signal für die Medizintechnikbranche Sachsen-Anhalts, sagte Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Hartmut Möllring (CDU). Dieses Wachstumsfeld müssten angesichts der exzellenten Forschungsbasis im Land noch stärker einheimische Unternehmen beackern. Das Land werde die Rahmenbedingungen dafür schaffen, damit neue Forschungsergebnisse aus der Medizintechnik noch schneller den Weg in die Wirtschaft finden.

© KBr/dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

24. Juni 2020
Stuttgart/Mulfingen – Der Ventilatorenspezialist ebm-Papst verzeichnet wegen der Coronakrise eine enorm hohe Nachfrage in der Medizintechnik. Insbesondere bei Komponenten für Beatmungsgeräte sei die
Corona verschafft Ventilatorenspezialist Nachfrageschub
27. Mai 2020
Berlin – Die Medizintechnikbranche in Deutschland und in Europa ist im Wandel – die Digitalisierung, verschärfte regulatorische Anforderungen und ein steigender Wettbewerbs und Kostendruck sind
Digitalisierung und regulatorische Anforderungen setzen Medizintechnik unter Druck
25. Mai 2020
Kabul − Ein Team junger Frauen hat in Afghanistan für Patienten mit COVID-19 einen günstigen Prototyp eines Beatmungsgeräts mit Autoteilen gebaut. „In einer Zeit, in der die Welt gegen die
Junge Frauen in Afghanistan entwickeln Beatmungsgerät mit Autoteilen
20. Mai 2020
Saarbrücken – Forscher der Universität des Saarlandes und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) haben eine personalisierte Therapie bei Waden- oder Schienbeinbrüchen
Künstliche Intelligenz soll personalisierte Implantate bei Waden- oder Schienbeinbrüchen ermöglichen
13. Mai 2020
Berlin − Die Bundesregierung will die Entwicklung von Drohnen vorantreiben und ihren Einsatz im Alltag ermöglichen − etwa in der Logistik oder für medizinische Transporte. Unbemannte
Bundesregierung will Entwicklung von Drohnen vorantreiben
13. Mai 2020
Jena – Der Jenoptik-Vorstand ist zuversichtlich, dass der Thüringer Technologiekonzern die Folgen der Coronakrise trotz roter Zahlen im ersten Quartal gut übersteht. Ein Plus beim Auftragseingang zu
Jenoptik schreibt rote Zahlen
11. Mai 2020
Jena – Die Coronakrise hinterlässt Spuren in der Geschäftsbilanz des weltweit agierenden Medizintechnikkonzerns Carl Zeiss Meditec. „Wir haben im zweiten Quartal von Monat zu Monat eine Abschwächung
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER