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Neues Präventionsprojekt für Menschen mit pädophilen Neigungen in Gießen

Montag, 9. Dezember 2013

Berlin – Das Präventionsprojekt „Kein Täter werden“ für Menschen mit pädophilen Neigungen wird nun auch in Gießen angeboten. Die Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg bietet seit Dezember Therapien mit verhaltenstherapeutischen und sexualmedizinischen Ansätzen mit der Möglichkeit einer medikamentösen Unterstützung.

„Vorbeugende Maßnahmen sind der beste Kinderschutz, dies gilt ganz besonders für potenzielle pädophile Täter“, sagt Barbara Schäfer-Wiegand, Vorsitzende der Kinderschutzstiftung Hänsel und Gretel, die das Projekt zusammen mit der hessischen Landesregierung unterstützt.

Das Gießener Angebot ist das achte Präventionsprojekt in Deutschland, nachdem die Berliner Charité das Projekt Dunkelfeld 2005 initiiert hat. Neben Berlin und Gießen finden Menschen mit pädophilen Neigungen Hilfe auch in Kiel, Hamburg, Hannover, Leipzig, Regensburg und Stralsund. „Die sexualmedizinische Diagnostik erlaubt eine zuverlässige Beurteilung der sexuellen Neigung und deren Risikoeinschätzung.

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Die Behandlung wiederum ist geeignet, sexuelle Übergriffe auf Kinder und Jugendliche zu verhindern“, berichtet Klaus Baier, Direktor des Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité und Sprecher des Präventionsnetzwerkes.

Mit Hilfe der PR- und Medienkampagne „Damit aus Fantasien keine Taten werden“ werden Betroffene auf die vorbeugende Therapiemöglichkeit aufmerksam gemacht.

© pb/aerzteblatt.de

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