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Ärzteschaft

KV Bayerns fordert weniger Bürokratie für die Praxen

Dienstag, 10. Dezember 2013

München – Mehr Freiheit und weniger bürokratische Gängelung erhofft sich der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) von der neuen Bundesregierung. In dem Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD sieht der Vorstandsvorsitzende der KV, Wolfgang Krombholz, allerdings „keine revolutionären Neuigkeiten“. Vielmehr sei dieser auf die Erhaltung des bisherigen Systems und eine weitere staatliche Reglementierung des Gesundheitssystems ausgelegt.

Krombholz kritisierte, dass es nach wie vor keine Alternative zu dem umstrittenen Gesundheitsfonds gebe: „Dabei ist dieses hochgradig bürokratische Konzept gerade für uns Bayern nach wie vor ein Verlustbringer und sorgt für eine Benachteiligung der hiesigen Praxen und Krankenhäuser“, kritisierte der KV-Vorsitzende.

Für den ersten stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Pedro Schmelz ist es ein gutes Zeichen, dass es inzwischen in Bayern ein eigenes Ministerium für Gesundheit und Pflege gibt. Auch die Besetzung des Ministerpostens mit der Ärztin Melanie Huml begrüßte Schmelz. Diese habe angekündigt, sich dem zunehmenden Mangel an Fachärzten annehmen zu wollen.

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Laut Schmelz ist es inzwischen in vielen Regionen Bayerns kaum mehr möglich, Nachfolger für Facharztpraxen zu finden. Für unsinnig hält Schmelz das im Koalitionsvertrag fixierte Ziel von Facharztterminen innerhalb von vier Wochen.

Die zweite stellvertretende Vorstandvorsitzende der KV, Ilka Enger, präsentierte erste Ergebnisse einer Umfrage unter den niedergelassenen Haus- und Fachärzten in Bayern zur Termintreue der Patienten. Demnach gab ein Drittel der Ärzte an, dass fünf bis zehn Prozent der vereinbarten Termine pro Woche von den Patienten nicht wahrgenommen werden. Als „besonders frappierend“ bezeichnete es Enger, dass laut der Umfrage mehr als die Hälfte der Patienten, die ihren Termin nicht wahrnehmen, nicht absagten. Sie warb in diesem Zusammenhang für „beiderseitige Verbindlichkeit“. © hil/aerzteblatt.de

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