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Initiative will Zahl der potenziellen Organspender steigern

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Rostock – Eine gestern  gegründete Initiative will die Zahl potenzieller Organspender in Mecklenburg-Vorpommern steigern. Ziel der „Initiative Transplantationsmedizin Mecklen­burg-Vorpommern“ sei es, den stetigen Abwärtstrend bei der Zahl potenzieller Organ­spender sowie der Organtransplantationen umzukehren, sagte der Präsident der Lan­des­ärz­te­kam­mer, Andreas Crusius, in Rostock.

Vor allem wegen der jüngsten Skandale bei der Organvermittlung war die Spenden­bereitschaft rapide gesunken. „Wir haben die ganzen Skandale aufgearbeitet seitens der Bundes­ärzte­kammer“, sagte Crusius. Dabei seien auch ein paar Zentren gefunden worden, in denen „nicht alles optimal verlief“.

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Die mangelnde Spendenbereitschaft mache sich bei den tatsächlich erfolgten Spenden bemerkbar. Deren Zahl habe in Mecklenburg-Vorpommern früher bei 35 pro eine Million Einwohner gelegen. „Jetzt sind wir unter 15“, bedauerte Crusius. Früher seien pro Tag drei Patienten gestorben, die auf der Transplantations-Warteliste standen, heute seien es bis zu fünf. „Wir können nicht zugucken, wie Menschen sterben, weil die Spendenbereitschaft so rapide abgesunken ist.“

Es gebe bundesweit keine vergleichbare Initiative, sagte der Vorsitzende der Initiative, Frank-Peter Nitschke. Verloren gegangenes Vertrauen müsse zurückgewonnen werden. Dazu werde Transparenz beim Ablauf einer Transplantation gebraucht.

Die Initiative will die Imageverbesserung mit der Vorstellung von früheren Patienten versuchen, die nach einer Transplantation ein „normales“ Leben führen können. Die verschiedenen Veranstaltungen sollen auch Schulen erreichen. „Da wäre eine führende Hand aus dem Kultusministerium vielleicht nicht schlecht“, sagte Crusius. Das Thema Organspende solle auch am elterlichen Essenstisch präsent sein.

Die Initiative wird von mehreren Krankenhäusern im Land, Verbänden und der AOK getragen. Laut AOK-Landesgeschäftsführer Frank Ahrend wurden von seiner Kasse in diesem Jahr rund 400 000 Organspendeausweise an Versicherte geschickt. Auch in Fußballstadien werde für die lebensrettende Spende geworben. © dpa/aerzteblatt.de

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