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Zahl der Krebserkrankungen weltweit stark gestiegen

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Genf – Die Zahl neu diagnostizierter Krebsfälle ist zwischen 2008 und 2012 weltweit stark gestiegen. Im vergangenen Jahr wurde bei 14,1 Millionen Menschen eine Krebser­krankung festgestellt, wie die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) am Donnerstag mitteilte. Das waren elf Prozent mehr als vier Jahre zuvor, als die WHO zuletzt Zahlen veröffentlichte.

„Die Hauptgründe für den Anstieg sind die wachsende Weltbevölkerung und die insgesamt alternde Gesellschaft“, sagte David Forman, einer der Autoren der Studie. Die Zahl der Krebstoten stieg zwischen 2008 und 2012 um 8 Prozent auf 8,2 Millionen.

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An häufigsten wurde 2012 Lungenkrebs diagnostiziert (1,8 Millionen Fälle), gefolgt von Brust- und Darmkrebs (1,7 Millionen und 1,4 Millionen Fälle). Die meisten Krebstoten litten an Lungenkrebs (19,4 Prozent), Leberkrebs (9,1 Prozent) oder an einem Magenkarzinom (8,8 Prozent).

In Deutschland ist Krebs die zweithäufigste Todesursache, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im vergangenen Jahr gab es 221 611 Krebstote - mehr als jeder vierte Todesfall war demnach auf einen Tumor zurückzuführen. © dpa/aerzteblatt.de

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dr.med.thomas.g.schaetzler
am Donnerstag, 12. Dezember 2013, 22:52

Hoffnungsschimmer!?

Die WHO will uns klar machen, dass die weltweite Steigerungsrate neu diagnostizierter Krebsfälle zwischen 2008 und 2012 mit 14,1 Millionen neuen Krebserkrankungen im letzten Jahr und damit elf Prozent mehr als vier Jahre zuvor mit dem Anstieg der Weltbevölkerung im gleichen Zeitraum von 6,705 Milliarden (2008) auf 7,057 Milliarden (2012) zu tun hat.
Quelle: http://www.prb.org/Publications/Datasheets/2012/world-population-data-sheet.aspx

11 Prozent mehr Neuerkrankungen bei gleichzeitigem Anstieg der Weltbevölkerung um 5,25 Prozent und einer zeitgleichen Alters-Zunahme der Ausgangspopulation von 6,705 Milliarden Menschen um 4 Jahre bedeuten, dass der größte Anteil der Zunahme von Krebserkrankungen soziodemografischer und sozioepidemiologischer Natur ist. Dass die Krebs-Sterblichkeit im gleichen Zeitraum nur um 8 Prozent zugenommen hat, ergibt einen Hoffnungsschimmer für Patientinnen, Patienten, Angehörige, Ärztinnen und Ärzte.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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