NewsÄrzteschaftKV Bremen schnürt Förderpaket für die Niederlassung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

KV Bremen schnürt Förderpaket für die Niederlassung

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Bremen – Mit einem neuen Startup-Paket möchte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen Ärzte motivieren, in Bremerhaven oder Bremen-Nord Praxen zu gründen oder zu übernehmen. „Wir sind aktuell noch weit weg davon, von Unterversorgung im Land Bremen zu sprechen. Wollen wir allerdings mittel- und langfristig das engmaschige Netz von Arztpraxen auch an den Rändern und in weniger beliebten Ortsteilen erhalten, müssen jetzt die Grundlagen geschaffen werden“, sagte Jörg Hermann, Vorstands­vorsitzender der KV Bremen.

Das Förderpaket setzt bei Ärzten in der Weiterbildung an. Angehende Fachärzte erhalten eine Förderung von bis zu 1.750 Euro im Monat, wenn sie erklären, nach ihrer Ausbildung in einem von Unterversorgung bedrohten Gebiet zu bleiben. Hausärzte bekommen zusätzlich zu der gesetzlichen Förderung einen Beitrag von bis zu 500 Euro im Monat.

Anzeige

Bei der Praxisgründung oder -übernahme in einem förderungsfähigen Stadtteil über­nimmt die KV Bremen einen Teil des wirtschaftlichen Risikos: Wer eine Niederlassung anstrebt, erhält eine Umsatzgarantie in Höhe des durchschnittlichen Einkommens seiner Fachgruppe für bis zu zwei Jahre.

Alternativ gewährt die KV Bremen für ebenfalls maximal zwei Jahre einen Bonus von fünf Prozent auf das sich aus dem Regelleistungsvolumen ergebende Arzteinkommen. Wer eines dieser beiden Instrumente beansprucht, muss sich verpflichten, mindestens für fünf Jahre am förderungsfähigen Praxisstandort zu bleiben.

„Mit dem Förderpaket schaffen wir monetäre Anreize. Doch das wird nicht reichen“, betonte Hermann. Die kommende Medizinergeneration lege zunehmend Wert auf Lebens­stil-Faktoren, also auf gute Schul- und Betreuungsangebote für Kinder, Verkehrsanbindung und den Freizeitwert einer Region. „Auf diese Dinge hat eine KV keinen Einfluss, wohl aber die Politik im Lokalen sowie auf Landesebene“, so Hermann. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

13. Juli 2020
Nordholz – Niedersachsen will ein neues Modell zur Versorgung von Menschen in ländliche Regionen erproben. Geplant sind sogenannte regionale Versorgungszentren. Das erste von drei solcher Zentren
Versorgungszentren: Modell für Versorgung in Niedersachsen
18. Juni 2020
Dresden – Ärzte und Psychotherapeuten, die in unterversorgten oder unzureichend versorgten Regionen Sachsens tätig werden wollen, erhalten ab 1. Juli mehr Geld. Der Landesausschuss der Ärzte und
Sachsen: Mehr Geld soll Ärzte in unterversorgte Regionen locken
9. Juni 2020
Saarbrücken – Für ein Medizinstudium im Rahmen der neu eingeführten Landarztquote im Saarland haben sich 112 junge Menschen beworben. Das teilte heute das saarländische Ge­sund­heits­mi­nis­terium mit.
Saarland: 112 Bewerber auf Landarztquote
9. Juni 2020
Stuttgart – Mit einem reformierten Angebot für Medizinstudierende und mit zusätzlichen Studienplätzen will die Landesregierung Baden-Württemberg für mehr Landärzte sorgen. Einen entsprechenden
Kabinett in Baden-Württemberg billigt Pläne für mehr Landärzte
4. Juni 2020
Stuttgart – Mit einem flexibleren Medizinstudium will die Landesregierung in Baden-Württemberg das Interesse am Arztberuf auf dem Land steigern und die Lücken in der Versorgung füllen. Von den
Baden-Württemberg will den „Landarzt 2.0“
27. Mai 2020
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) fordert mehr Personal für die Notfallmedizin und bessere Rahmenbedingungen. „Gerade die vergangenen Wochen der
Fachgesellschaft will mehr Stellen in der Notfallmedizin
25. Mai 2020
Mainz – Jeder zweite berufstätige Arzt in Rheinland-Pfalz ist 50 Jahre oder älter, jeder vierte 60 oder darüber. „Immer mehr Ärzte rücken immer näher an die Phase ihres Ruhestandes heran, aber immer
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER