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Ausland

Nachfrage nach Obama­care-Versicherungen zieht nur langsam an

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Washington – Nach dem Fehlstart des Onlineportals zur Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama zieht die Nachfrage nach Kran­ken­ver­siche­rungen nur langsam an. US-Medien zufolge schlossen im November knapp 260.000 Menschen über das neue System eine Police ab. Das sind zwar deutlich mehr als die gut 100.000 Abschlüsse im Vormonat. Die Zahlen reichen aber weiter längst nicht aus, um die bis Ende März angepeilte Zielmarke von sieben Millionen Neuversicherten zu erreichen.

Über Onlinebörsen können Menschen in den USA seit dem 1. Oktober die Policen privater Anbieter vergleichen und Versicherungsanträge ausfüllen. Außerdem erfahren sie dort, ob sie sich für staatliche Hilfen qualifizieren. Allerdings konnten viele Nutzer die wichtigste Webseite healthcare.gov, die 36 Bundesstaaten abdeckt, anfangs nur sehr eingeschränkt aufrufen. Bis Ende November konnten die meisten technischen Probleme nach Angaben des Weißen Hauses behoben werden, der Imageschaden für Obamas Prestigeprojekt war aber gewaltig.

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Die im Jahr 2010 verabschiedete Gesundheitsreform tritt in mehreren Etappen in Kraft. Das Maßnahmenbündel soll mehr als 30 Millionen unversicherten Menschen in den USA Zugang zu einer Kran­ken­ver­siche­rung verschaffen. Im Kern steht die Pflicht aller Bürger, sich bei einer Krankenkasse zu versichern – sonst droht eine Strafzahlung. Die Frist, für das kommende Jahr einen Versicherungsschutz zu erwerben, läuft am 31. März 2014 ab.

Die Republikaner prangern die Versicherungspflicht als Beschneidung individueller Freiheitsrechte an, außerdem befürchten sie Belastungen für die Wirtschaft durch die Obamacare genannte Reform.

Die Kritiker sehen sich durch die Pannen in ihrer Auffassung bestätigt, dass die Reform zum Scheitern verurteilt sei. Obamas Beliebtheitswerte sind seit dem Fehlstart von healthcare.gov abgesackt. Einer gestern veröffentlichten Umfrage des Fernsehsenders „NBC“ und der Zeitung „Wall Street Journal“ zufolge sind 54 Prozent mit der Arbeit des Präsidenten unzufrieden. © afp/aerzteblatt.de

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